VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Besuchen Sie online die BETA Demonstrationsanlage im Hamburger VNW-Gebäude!

    Unsere Heizungsanlage wurde erneuert - dies ergab sich maßgeblich durch die Erkenntnisse aus der energetischen Betriebsführung. Nun ist der Zugang wieder freigeschaltet!

    Demozugang

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    BETA Pressetermin in Plön am 26. März 2018

    Gut eineinhalb Jahre nach dem offiziellen Start des Energieeffizienzprojekts „BETA Nord“ haben Stephanie Ladwig, Landrätin des Kreises Plön, und Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), eine positive Bilanz des Projekts gezogen.

    Bei Liegenschaften des Kreises habe man den Ausstoß von Kohlendioxid jährlich um 600 Tonnen reduzieren können, sagte Landrätin Stephanie Ladwig am Freitag in Preetz. Das bedeute 15 Prozent weniger Energiekosten. Nach den Worten von VNW-Direktor Andreas Breitner beteiligen sich derzeit rund 20 VNW-Unternehmen mit 80 Heizungsanlagen an diesem Projekt. „Davon profitieren die Mieterinnen und Mieter von rund 4000 Wohnungen. Jedes Jahr werden rund 3000 Tonnen CO2 eingespart.“

    Im Rahmen von BETA Nord werden Heizungsanlagen mit moderner Messtechnik ausgestattet. Dadurch wird ermöglicht, die Betriebsdaten wie Temperatur und Verbrauch in Echtzeit auszulesen und zu visualisieren. Zudem ist es möglich den Betrieb jederzeit zu überwachen, online einzusehen und bei Störungen unmittelbar einzugreifen. Neben der Einsparung von Energie lassen sich die Anlagen kostengünstiger und länger betreiben.

    „Das Projekt BETA Nord startete offiziell im Herbst 2016“, sagte Breitner. „Zunächst ging es darum, geeignete Messtechnik zu installieren und die Temperaturdaten zu visualisieren. Inzwischen können vorhandene Geräte zahlreicher Hersteller ausgelesen und die Daten verwendet werden. In vielen Fällen ist auch eine Betreuung der Heizanlage per Ferneinstellung möglich. Teilnehmer können sich über den Nutzungsgrad der Anlage und die Verbrauchsdaten informieren.“

    „BETA Nord sorgt für Handlungssicherheit“, sagte der VNW-Direktor weiter. Die Echtzeit-Informationen aus dem Monitoring liefern jederzeit eine fundierte Grundlage für Entscheidungen in Bezug auf die Anlage. So lässt sich beispielsweise die Frage beantworten, ob bei einer Störung überhaupt ein Notdienst beauftragt werden muss und ob die Störung sich über das Internet aus der Ferne beheben lässt?“

    „Der Klimaschutz ist für die VNW-Unternehmen ein Herzensanliegen“, sagte Breitner. „Bei der Sanierung, der Modernisierung und dem Neubau nutzen Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften die umfangreichen Möglichkeiten des Energiesparens seit vielen Jahren. Dabei legen die im VNW organisierten Unternehmen großen Wert auf Qualität, da sie ihre Wohnungen über Jahrzehnte verwalten und zugleich auf bezahlbare Mieten achten.“

    „Das Projekt BETA Nord zeigt, wie der Energieverbrauch reduziert werden kann“, fügte Breitner hinzu. „Nur eine überwachte Anlage erreicht und behält dauerhaft ihre mögliche Betriebseffizienz. Der daraus resultierende Beitrag zu Energieeinsparung und Klimaschutz liegt auf der Hand.“

    „Die Heizungsanlagen, die mit der BETA-Box ausgestattet wurden, lassen sich kostengünstiger betreiben. Das Monitoring ermöglicht den dauerhaft bestimmungsgemäßen Anlagenbetrieb. Dadurch erhält die Anlage eine längere Lebensdauer und verursacht weniger Störungen und Reparaturaufwand. Damit können die Wohnungsunternehmen Geld bei der Wartung und der Reparatur sparen. BETA-Nord ist somit für alle ein Gewinn.“

    „Angesichts steigender Aufwendungen für den Neubau oder die Sanierung von Wohngebäuden ist für VNW-Unternehmen die effiziente Nutzung technischer Anlagen von besonders großem Vorteil. Sie hilft den Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften, die Mieten niedrig zu halten und bezahlbaren Wohnraum anzubieten.“

    Licht an im Heizungskeller – BETA Nord geht an den Start!

    Wohnungsunternehmen sind Betreiber einer Vielzahl von technischen Anlagen zur Versorgung der Gebäude mit Energie, Wasser und Frischluft.

    Häufig findet sich in einem Gebäude eine bunte Mischung aus Anlagenkomponenten unterschiedlicher Hersteller und Baualter, die leider nicht automatisch effizient zusammenwirken.

    Vor allem kleinere Unternehmen haben oft keine eigenen Experten, um besonders die komplexe Regelungstechnik der Anlagen sicher bedienen zu können. Deshalb wird bei Störungen mit einfachen Mitteln versucht, die Funktion der Anlage zu erhalten oder wiederherzustellen. 

    Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass dieser Versuch häufig mit einem Verstellen der Regelungsparameter auf gut Glück beginnt und nicht selten in dauerhaft ineffizientem Anlagenbetrieb mündet. Langfristig führt dies zur Verkürzung der Anlagen-Lebensdauer, zu unnötig hohen Verbräuchen und Betriebskosten, zu Mieterbeschwerden und zu unnötig häufigen und teuren Handwerker Einsätzen.

    Selbst bei neuen Anlagen bleiben die Einsparungen oft weit hinter dem technisch Möglichen zurück. Solange es aber nicht zu einer offenkundigen Störung kommt, wird eine ineffiziente Betriebsführung der Anlagen meist gar nicht erkannt.

    Das kann und soll sich ändern! Die Verbesserung der Effizienz auf der Anlagenseite der Wärmeversorgung ist eine der wenigen verbleibenden Möglichkeiten für die Wohnungswirtschaft, einen wirtschaftlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

    Bisherige Untersuchungen ergaben Einsparungen von 15 % bis über 50 % gegenüber dem Energieverbrauch ohne energetische Betriebsführung. Was für ein Potential!

    Der VNW möchte die Erschließung dieser Einsparpotenziale mit dem Projekt BETA Nord unterstützen und untersuchen.

    Wir finden: „Wer A(LFA) sagt, sollte auch B(ETA) sagen!“

    In diesem Sinne möchten wir Sie ermutigen, sich an unserem Projekt BETA Nord zu beteiligen denn manchmal ist der Erfolg nur eine "Sache der richtigen Einstellung"!

    Umweltsenator Kerstan übernimmt Schirmherrschaft

    Am 19. Oktober 2016 gaben VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner und Umweltsenator Jens Kerstan den Startschuss für BETA Nord. Im Heizhaus des Bauvereins der Elbgemeinden, BVE, wurde die BETA Box aktiviert.

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    Lieber grün betrieben als nur grün gebaut – Mieter bevorzugen nachhaltige Bewirtschaftung

    Lieber grün betrieben als nur grün gebaut – Mieter bevorzugen nachhaltige Bewirtschaftung

    Mieter ziehen nachhaltig betriebene Immobilien nachhaltig gebauten vor, wenn sie sich zwischen beiden Arten entscheiden müssten. Der Einfluss der Mieter auf nachhaltige Aspekte des Gebäudebetriebs hält sich jedoch in Grenzen. Das sind zwei wesentliche Erkenntnisse des Nachhaltigkeitsradars 2016, dessen Ergebnisse die Wisag Facility Service Holding GmbH nun veröffentlicht hat.

    „Der Gebäudebetrieb bietet zahlreiche Stellschrauben, mit denen die nachhaltige Performance von Immobilien erhöht werden kann. Die Performance einer grünen Gebäudehülle ist dagegen festgelegt“, erklärt Projektleiter Holger Kube von der 2COM, einem Beratungsunternehmen. Dies erkläre, dass bei den Mietern der grüne Betrieb beliebter ist als die zertifizierte Gebäudehülle.

    Dem Idealbild der Mieter entspricht eine Kombination beider Nachhaltigkeitsarten. Fast die Hälfte aller Teilnehmer wählte diese Antwortmöglichkeit. „Das Potenzial einer nachhaltig gebauten Immobilie kann nur durch eine nachhaltige Bewirtschaftung voll entfaltet werden“, so Kube.

    Link: www.nachhaltigkeitsradar.de

    13 Maßnahmen gegen Energieverschwendung im Heizungskeller - ifeu veröffentlicht Kurzgutachten zu Heizkesseln im Bestand

    Ein Leitziel des Energiekonzepts der Bundesregierung ist es, den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2050 zu halbieren. In den vergangenen Jahren sind hier zwar Fortschritte erzielt worden. Es zeigt sich allerdings, dass das Einsparziel und damit verbundene Effizienzziele allein mit den bislang ergriffenen Maßnahmen nicht erreicht werden können. Um sicherzustellen, dass die Ziele erreicht werden, ist daher bereits jetzt dringender Handlungsbedarf geboten.

    Der Wärmemarkt  kann hier einen erheblichen Beitrag leisten.

    Er hat mit rund 40 Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch Deutschlands und weist das größte Potenzial zur Energieeinsparung auf. Ein Großteil der im Gebäudebereich eingesetzten Wäremenergie, ca. 85 Prozent, wird dabei zum Heizen verwendet. Bei Heizungsmodernisierungen im Bestand bieten sich viele Chancen, Energieeinsparungen anzureizen. Am Beispiel von Heizkesseln und  Heizungsanlagen wird gleichzeitig die Herausforderung, das Thema Energieeinsparung und Energieeffizienz im Bestand zu adressieren, besonders deutlich: Heizkessel unterliegen in der Regel einer langen Nutzungsdauer und sind daher oftmals veraltet und energetisch ineffizient. Das gesetzliche Betriebsverbot für alte Heizkessel erfasst in der Praxis jedoch nur einen sehr geringen Anteil des Heizkesselbestandes. Und selbst moderne und verbrauchsarme Heizkessel schöpfen ihre Einsparpotenziale häufig nicht aus. Vielfach mangelt es an der richtigen Dimensionierung, Inbetriebnahme oder Wartung.

    Klar ist: Maßnahmen, welche die Effizienz der Heizung verbessern und den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen, reichen allein nicht aus, um eine Wärmewende herbeizuführen. Hierzu sind viele weitere Maßnahmen erforderlich. Das vorliegende Kurzgutachten soll am Beispiel der Heizkessel zeigen, wie eine konsequente Ausgestaltung der verschiedenen Instrumente auch im Kleinen erforderlich und möglich ist. Während die großen Weichen des Klimaschutzes im  Gebäudebestand nach und nach gestellt werden, können so auch kurzfristig, mit einfachen Instrumenten und motivierten Beteiligten, wichtige Impulse für eine Wärmewende gegeben werden.

    BETA Nord: Hochschulprofessor wendet sich an Ministerin Hendricks

    Sehr geehrte Frau Ministerin Hendricks,

    mit großem Interesse habe ich die Bekanntmachung und die Zielstellung zur neuen Richtlinie: „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ gelesen.

    Leider wird bei der Förderung und im Umgang mit Heizungsanlagen immer noch ein grundlegender Fehler gemacht, denn es werden im Wesentlichen die Einzelkomponenten (z.B. Wirkungsgrad eines Kessels) oder Einzelsysteme (z.B. hydraulischer Abgleich) betrachtet, nicht aber die Wirksamkeit des Gesamtsystems. Viele sehr gute Einzelkomponenten verlieren jedoch ihre Wirksamkeit in einem ungünstig gestalteten System mit unzureichender Regelung und Steuerung.

    In Ihrem Haus gibt es schon seit längerer Zeit ein Bewertungssystem zum Nachhaltigen Bauen für Büro- und Verwaltungsgebäude (BNB 5.2.3), in dem die gesamtheitliche Betrachtung der Heizungssysteme durch eine systematische Inbetriebnahme empfohlen wird (siehe Anlage). Wir haben bei umfangreichen Untersuchungen an Heizungsanlagen im Wohngebäudebestand festgestellt, dass genau die systematische Inbetriebnahme an den Heizungsanlagen fehlt und die große Mehrzahl der Heizungsanlagen (<80%) deshalb ineffektiv läuft. Das Einsparpotential liegt nach einer Studie des Fraunhofer Instituts (siehe Anlage) im Bereich zwischen 5% – 10%, nach unseren Erfahrungen weit darüber (im Einzelfall bis 100%).

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen VNW hat kürzlich unter Schirmherrschaft des Hamburger Umweltsenators Jens Kerstan das Projekt BETA Nord gestartet: [... Beschreibung ...]

    Ich möchte mit meinem Schreiben darauf hinweisen, dass die Förderinstrumente im Hinblick auf eine gesamtheitliche Betrachtung dringend zu überarbeiten und anzupassen sind.
    Das gilt insbesondere für die zunehmende Verknüpfung von konventionellen Anlagen-Komponenten mit  Komponenten für Erneuerbare Energien.

    Wir, das sind die Beteiligten am Projekt BETA Nord, sind gerne dazu bereit uns einer kritischen Diskussion in Ihrem Hause zu stellen und Sie mit den Ergebnissen unserer Arbeit bekannt zu machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Prof. Dr.-Ing. Bernd U. Sankol

    HAW Hamburg
    Fakultät Technik und Informatik
    Department Maschinenbau und Produktion
    Berliner Tor 11
    20099 Hamburg

    Das Vorgängerprojekt ALFA - Allianz für Anlagenenergieeffizienz

    Das ALFA®-Projekt basiert auf dem Wissen, dass der optimale Einsatz von Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung, Pumpenregelung und Ventilen erhebliche Beiträge zur Senkung des Energieverbrauchs erbringen kann.

    Vorhandene Energieeffizienzpotenziale können dann effektiv erschlossen werden, wenn alle beteiligten Partner ihr Wissen zur Verfügung stellen und an einer Optimierung bestehender Gebäude und ihrer Anlagen gemeinsam zusammenwirken:

    • Die Planer/Ingenieure müssen sich mit dem Betrieb und den Ergebnissen des Anlagenbetriebs auseinandersetzen und Lösungsvorschläge erarbeiten.
    • Die Anlagen- und Komponentenhersteller müssen ihr Wissen einbringen und auf die Praxiserfahrung abgestimmte neue Produkte entwickeln.
    • Die Handwerker müssen mit hoher Qualität und hoher Qualifikation die Vorgaben der Planer umsetzen.
    • Die Wohnungsunternehmen als Auftraggeber müssen erkennen, dass Planung, hohe Qualität in der Ausführung und konsequente Überwachung des Anlagenbetriebes unabdingbar zur Ausschöpfung der Energieeffizienzpotenziale sind.
    • Die Nutzer müssen über ihren Anteil durch Änderungen ihres Verhaltens informiert werden.

    Die Anlagen des ALFA Handbuchs 2016 erhalten Sie auf Anfrage beim BBU

    Ihre Ansprechpartnerin ist dort Frau Julia Stoyan.

    Stöbern lohnt sich in jedem Fall!