VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Publikationen // Tätigkeitsbericht

    Wohnungsmarkt Hamburg

    Wohnungsmarkt Hamburg

    Der Wohnungsmarkt in Hamburg funktioniert. Dies zeigt auch die Anfang des Jahres 2017 vorgelegte „CRES Studie zum Hamburger Mietwohnungsmarkt“. Das Center for Real Estate Studies (CRES) wurde von den wohnungswirtschaftlichen Verbänden beauftragt, die tatsächliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter in den Hamburger Bezirken und Stadtteilen zu ermitteln. Im Ergebnis liegt die Durchschnittsmiete der VNW-Mitgliedsunternehmen bei 6,34 Euro/m² und der privatwirtschaftlichen Vermieter bei 9,22 Euro/m². Damit ergibt sich für Hamburg eine Durchschnittsmiete von 8,15 Euro/m² netto-kalt pro Monat. Bis Ende 2016 wurden in Hamburg 12.471 Wohnungen genehmigt. Damit wurde das im Bündnis für das Wohnen und im Vertrag für Hamburg vereinbarte Ziel von jährlich 10.000 zu genehmigenden Wohnungen deutlich übertroffen. 2016 wurden in Hamburg insgesamt 7.722 Wohnungen fertiggestellt – davon 2.433 im geförderten Neubau. Das sind 11 Prozent Sozialwohnungen mehr als 2015. Bewilligt wurden 2.290 öffentlich geförderte Wohnungen mit Mietpreisen und Belegungsbindungen und zusätzlich 1.017 Einheiten in Flüchtlingsunterkünften mit der Perspektive Wohnen, die nach ihrer Nutzung als Flüchtlingsunterkunft dem Hamburger Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. In Neubau, Modernisierung, Instandhaltung und das Wohnumfeld haben die Hamburger Verbandsunternehmen in 2016 876 Millionen Euro investiert.

    Positionen des VNW Landesverbandes Hamburg e.V.

    Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsunternehmen haben Themenschwerpunkte für das Arbeitsprogramm 2017 bis 2019 gesammelt. Der Vorstand des Landesverbandes Hamburg hat daraus ein Positionspapier erstellt, das zur Kommunikation mit Behörden, Bezirken und Partnern verwendet wird. Insbesondere werden die Positionen in das Bündnis für das Wohnen eingebracht. Der Landesverband setzt sich z. B. für eine transparente Darstellung der Auswirkungen planerischer und ordnungsrechtlicher Entscheidungen auf die Baukosten und den Mietpreis ein, bei der Konzeptvergabe städtischer Grundstücke für ein optimiertes Verfahren. Es werden Vorschläge zur Verbesserung und Beschleunigung der Baugenehmigungsverfahren diskutiert sowie Rahmenbedingungen für bezahlbares Bauen und Wohnen.

    Wohnungsbauförderung

    Mit den Wohnraumförderprogrammen stellt der Senat rund 245,74 Millionen Euro Subventionsbarwert für den Neubau und die Modernisierung von Wohnungen zur Verfügung. Das sind 70,83 Millionen mehr als im Vorjahr. 52 Prozent aller Hamburger Haushalte liegen innerhalb der Einkommensgrenzen des 2. Förderwegs, 38 Prozent davon innerhalb des 1. Förderwegs. Mit der Modernisierungsförderung von 26,64 Millionen Euro kann der Wohnungsbestand kontinuierlich und sozialverträglich modernen Wohnverhältnissen sowie an energieeffiziente und barrierefreie Standards angepasst werden.

    Bündnis für das Wohnen in Hamburg

    Im Jahr 2016 wurde ein neues „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ geschlossen. Anstatt bisher jährlich 6.000 Baugenehmigungen zu erteilen, sollen im neuen Bündnis 10.000 genehmigt werden – davon ab 2017 3.000 öffentlich geförderte Wohnungen. Das sind 1.000 mehr als vorher. In keinem anderen Bundesland werden im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Sozialwohnungen gebaut als in Hamburg. Ergänzend wurde ein „Vertrag für Hamburg – Wohnungsneubau“ zwischen Senat und Bezirken geschlossen, in dem die bezirklichen Zielzahlen im Wohnungsneubau sowie weitere Regelungsmechanismen vereinbart wurden. Ziel des Wohnungsbaus ist ein Drittelmix aus geförderten Mietwohnungen, frei finanzierten Mietwohnungen und Eigentumswohnungen.

     

    Foto: Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG/Visualisierung: siebrecht münzesheimer + bof architekten