VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Publikationen // Tätigkeitsbericht

    Gemeinsam im Norden

     

    Liebe Leserin, lieber Leser,
    in einem kompakteren Format als in den Vorjahren berichten wir über die Schwerpunkte und das Engagement des Verbandes 2015/2016 sowie über die wohnungswirtschaftliche Entwicklung in Norddeutschland. Besonders geprägt war das vergangene Jahr durch die hohe Anzahl von Menschen, die vor Krieg flohen und bei uns in Deutschland Schutz suchten. Die Verbandsunternehmen haben diese Aufgabe angenommen und auf verschiedene Art und Weise kurzfristig Wohnraum zur Verfügung gestellt. Viele der Schutzsuchenden sind gekommen, um zu bleiben. Für die Wohnungswirtschaft bedeutet das, eine erhöhte Nachfrage an bezahlbaren Wohnungen bedienen zu müssen. Neue Ideen sind gefragt, die schnell und möglichst unbürokratisch umgesetzt werden müssen. Dafür hat sich der VNW eingesetzt und wird dies zukünftig weiter tun.

    „Die Antwort auf die Frage, wie gutes und bezahlbares Wohnen möglich wird, ist entscheidend dafür, wie gut Flüchtlinge in unsere Gesellschaft integriert werden können“, sagt Heiko Naß, Landespastor Schleswig-Holstein und Sprecher des Vorstands Diakonisches Werk Schleswig-Holstein. In seinem Artikel „Integration durch Wohnen“ greift Naß die Relevanz des Wohnens und damit auch die Rolle der Wohnungsunternehmen auf. Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, bestätigt die Bedeutung der Wohnungswirtschaft. „Damit die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt ein gutes Leben führen können, brauchen sie Wohnungen“, sagt Scholz in seinem Beitrag „Wachstum braucht Wohnungen“.

    Als Drei-Länder-Verband hat der VNW auch mit ländlichen Regionen zu tun, in denen die Bevölkerungszahl stetig zurückgeht. Überdurchschnittliche Abwanderung und Alterung stellen Politik, Gesellschaft und Wohnungsunternehmen vor neue Aufgaben. Andreas Wellmann, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommern, erläutert in seinem Statement „Demografielabor Mecklenburg-Vorpommern?“ welche Lösungen es geben kann. „Wichtig sind vitale Städte und Gemeinden, in denen die Menschen sich gut versorgt und wohl fühlen, das Lebensgefühl stimmt, also Versorgungseinrichtungen, Kultur und Arbeit finden,“ erklärt er.

    Intern hat sich im Verband in 2015/2016 einiges getan. Die größte Veränderung war der Wechsel des Verbandsdirektors. Nun blicken wir auf ein Jahr gelungene Zusammenarbeit zurück, in dem wir als Vorstandsduo mit einem engagierten und kompetenten VNW-Team die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen vertreten, sie in rechtlichen, wohnungswirtschaftlichen und betrieblichen Fragen beraten, ihre Geschäfte geprüft sowie mit vielen Publikationen und in zahlreichen Veranstaltungen informiert und weitergebildet haben. Immer in guten Gesprächen und Kooperationen mit Politik und Verwaltung, Kommunen, Hochschulen, Wohlfahrtsverbänden und vielen weiteren Partnern gestalten wir die Zukunft – ganz unter dem Motto: Gemeinsam im Norden: sicher wohnen – gut leben.

    Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen!

    Andreas Breitner, Verbandsdirektor, und WP/StB Gerhard Viemann, Direktor für den Prüfungsdienst

     

    Foto: Lucas Wahl, Hamburg