VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Sonderregionen festlegen

    VNW-Direktor Andreas Breitner unterstützt Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder: Mehr Bundeshörden nach Ostdeutschland verlegen!

    175/2019

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für die Verlagerung von Bundesbehörden in ostdeutsche Länder ausgesprochen. Es müsse nicht alles in Berlin sein, sagte der Politiker. „Ich finde, in den neuen Ländern hätten wir dafür einen passenden Platz.“ Außerdem empfahl der CSU-Chef eine Stärkung der ländlichen Räume über Digitalisierung - mit Anschlüssen in jedem Dorf „und ehrlicherweise in jedem Kuhstall“. Erneut sprach er sich für Sonderwirtschaftsregionen aus.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Bayerns Ministerpräsident hat uneingeschränkt recht. Angesichts zunehmender Abwanderung und wirtschaftlichen Niedergangs in einigen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns führt kein Weg an der Erarbeitung eines Chancenplans für diese Gebiete vorbei. Dazu gehört, staatliche Einrichtungen in diese Regionen zu verlagern. Dabei geht es gar nicht um Hunderte Arbeitsplätze. Manchmal reichen zwanzig oder dreißig gut bezahlte Jobs einer Landesbehörde als ‚Anschub‘. Dann ziehen die Beamten mit ihren Familien in die Region und stärken so die Wirtschaftskraft vor Ort sowie Schulen und Kindergärten.

    Zudem sollten für einen begrenzten Zeitraum strukturschwache Gebiete als ‚Sonderregion‘ ausgewiesen werden. Mit Hilfe spezieller Regelungen könnte das Bundesfinanzministerium beispielsweise ansiedlungswilligen Unternehmen ermöglichen, die Lohnkosten ihrer Mitarbeiter von der Steuer abzusetzen. Arbeitskräften wiederum könnten höhere Freibeiträge bei der Einkommenssteuer gewährt werden. Auch steuerfreie Zulagen sind denkbar. Das würde Investoren anlocken und die Region käme wirtschaftlich wieder auf die Füße.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

     

     

    Foto: AdobeStock/MQ-Illustrations