VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Mehr Spielraum

    VNW-Direktor Andreas Breitner verweist auf Studie. Die Bruttolöhne sind zuletzt deutlich stärker gestiegen als die Neuvertragsmieten.

    7/2020

    In Mecklenburg-Vorpommern sind im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 die Bruttolöhne deutlich stärker gestiegen als die Neuvertragsmieten. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor. 

    Demnach lag beispielsweise in Rostock im Jahr 2014 die durchschnittliche Neuvertragskaltmiete bei 6,42 Euro pro Quadratmeter. Bis 2018 sei diese um 3,8 Prozent auf durchschnittlich 6,67 Euro gestiegen. In den selben vier Jahren stiegen der IW-Studie zufolge die durchschnittlichen Bruttolöhne jedoch um 11,7 Prozent. In Schwerin lag der Mietenanstieg in dem Zeitraum bei 3,3 Prozent, während Löhne und Gehälter um elf Prozent stiegen. 

    Eine ähnliche Entwicklung war in den Landkreisen zu beobachten. So stieg im Landkreis Vorpommern-Greifswald die durchschnittliche Nettokaltmiete zwischen 2014 und 2018 um 1,9 Prozent, während das Durchschnittseinkommen sich um 14,4 Prozent erhöhte.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die gute Nachricht ist: Für immer mehr Menschen sind die Mieten in Mecklenburg-Vorpommern bezahlbar. Die Beschäftigten im Nordosten holen bei der Einkommensentwicklung auf und können weiter darauf vertrauen, dass die Mieten nicht im gleichen Maße anziehen.

    Natürlich sind auch dort die Mieten in den vergangenen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern gestiegen  - am deutlichsten in Rostock und im Landkreis Nordwestmecklenburg. Zur Vollständigkeit gehört aber, die Entwicklung der Einkommen zu berücksichtigen.

    Und da zeigt sich, dass die Mietkostenbelastung für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren gesunken ist, weil der Anstieg ihrer Löhne und Gehälter erheblich höher ausfiel als der Mietenanstieg. Das entlastet den familiären Geldbeutel und schafft Spielraum für andere Ausgaben und Wünsche.

    Diese Entwicklung ist zuallererst der guten Wirtschaftskonjunktur und der Qualität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verdanken. Die Ergebnisse der Studie widerlegen jene, die von einer dramatischen Verschlechterung der Wohnsituation reden und mit Begriffen wie ‚Wohnungsnot‘ oder ,Mietenexplosion‘ Ängste unter den Menschen schüren wollen. In Mecklenburg-Vorpommern explodieren nämlich nicht die Mieten, sondern die Einkommen.

    Zur Wahrheit gehört zudem, dass die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften mit ihren niedrigen Mieten erheblich zum bezahlbaren Wohnen beitragen. Derzeit liegt die monatliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter bei den VNW-Unternehmen im Durchschnitt bei 5,21 Euro.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 378 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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