VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Jährlich 3000 Sozialwohnungen

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Entwicklung des Bestands an öffentlich geförderten Sozialwohnungen in Hamburg im vergangenen Jahr.

    161/2019

    Die Zahl der Sozialwohnungen in Hamburg ist im vergangenen Jahr von 85.508 auf 80.928 gesunken. Das teilte die Bundesregierung auf Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion am Mittwoch mit.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

    „Der Hamburger Senat hat das Problem erkannt und versucht gegenzusteuern. So sollen jährlich rund 3000 Sozialwohnungen errichtet werden werden. Zudem wurde seit dem Jahr 2011 der Bau von gut 20.000 Wohnungen öffentlich gefördert. Dennoch ist die Zahl von Sozialwohnungen in den vergangenen zwanzig Jahren um rund 70.000 gesunken.

    Der weitaus größte Teil der öffentlich geförderten Wohnungen - rund 71.000 - werden von VNW-Unternehmen verwaltet. Und so wichtig es ist, die Zahl der Sozialwohnungen stabil zu halten, so bedeutet das Auslaufen einer Sozialbindung jedoch nicht, dass die Miete der betroffenen Wohnung von einem Tag auf den anderen sprunghaft steigt.

    Die Wohnung ist ja nicht plötzlich weg. Die Mieter müssen nicht ausziehen und die Miete wird - zumindest bei VNW-Unternehmen - auch nicht erhöht. Unsere Unternehmen behalten die Wohnungen über viele Jahrzehnte im Bestand.

    Die Miete einer Sozialwohnung ist zudem gesetzlich streng geregelt. Das gilt auch für eine Erhöhung, wenn diese beispielsweise nach einer Sanierung oder Modernisierung notwendig wird. Im Durchschnitt liegt die Netto-Kaltmiete bei den Hamburgischen VNW-Mitgliedsunternehmen derzeit bei 6,79 Euro pro Quadratmeter.

    Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt hat wenig mit dem Wegfall von Sozialbindungen zu tun, sondern eher damit, dass in den vergangenen Jahren zu wenig bezahlbaren Wohnraum errichtet wurde. Vor allem für Haushalte mit einem mittleren Haushaltseinkommen ist es schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

    Hinzu kommt, dass mangels von Baukapazitäten heute länger dauert, bezahlbare Wohnungen zu errichten.

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: Daniel Reinhardt/dpa