VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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Hamburger wohnen weiter sicher

Nachdem bei einem Hochhaus in der Verkleidung brennbares Material festgestellt wurde, werden Hochhäuser erneut auf Brandsicherheit überprüft.

Der Altonaer Spar- und Bauverein eG (altoba) hat bei der Untersuchung der Fassade eines 16-stöckigen Wohnhochhauses in Bornheide festgestellt, dass bei der Errichtung des Gebäudes Ende der 60er Jahre für die Dämmung brennbares Material verwendet wurde. Die Fassade wird umgehend erneuert. Zudem wurden kurzfristig wirkende Maßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten. 

Zu der Entscheidung der Wohnungsgenossenschaft altoba erklärt Andreas Breitner, Verbandsdirektor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):  

„Das umsichtige und rasche Handeln der altoba ist ein Beleg dafür, dass die Mitgliedsunternehmen des VNW die gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzauflagen sehr ernst nehmen, und zwar unabhängig davon wie alt ein Gebäude ist. Bei uns stehen die Mieterinnen und Mieter im Mittelpunkt. Niemand muss befürchten, dass er seine Wohnung verliert oder dass seine Mietkosten wegen der Sanierung steigen. Die VNW-Mitgliedsunternehmen werden jetzt erneut ihre Gebäude dahingehend prüfen, ob dieses Material verbaut wurde.” 

Hintergrund: In Deutschland gelten für Hochhäuser hohe Sicherheitsanforderungen, die in den sogenannten Hochhausrichtlinien der Länder niedergeschrieben wurden. Die Musterhochhausrichtlinie legt beispielsweise fest, dass Außenwandverkleidungen nicht brennbar sein dürfen. Zudem müssen Hochhäuser über zwei voneinander unabhängige Rettungswege ins Freie verfügen. Gesetzlich vorgeschrieben ist ferner, dass eine automatische Feuerlöschanlage, automatische Brandmelder und Feuerwehraufzüge vorhanden sind. 

Für die verschiedenen Gebäudekategorien gibt es entsprechenden Brandschutzanforderungen. So dürfen bei Gebäuden mit einer Höhe von bis zu sieben Meter sogenannte normalentflammbare Außenwandbekleidungen verwendet werden. Bei Gebäuden, die zwischen sieben und 22 Meter hoch sind, müssen die Oberflächen von Außenwänden und Außenwandbekleidungen einschließlich der Dämmstoffe und Unterkonstruktionen schwerentflammbar sein. Ist ein Haus höher als 22 Meter (Hochhäuser), dürfen ausschließlich nicht brennbare Dämmmaterialien eingesetzt werden.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt 332 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften (Hamburg: 101, Mecklenburg-Vorpommern: 150, Schleswig-Holstein: 81). In ihren 746.000 Wohnungen (Hamburg: 300.000, Mecklenburg-Vorpommern: 276.000, Schleswig-Holstein: 170.000) leben rund 1,5 Millionen Menschen.

Weitere Informationen zum VNW finden Sie auf www.vnw.de