VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Hamburg muss weiterbauen

    VNW-Direktor Breitner: Zudem sollte die Hansestadt die Grunderwerbsteuer senken. Einnahmen verdoppelten sich auf 569 Millionen Euro seit 2010.

    153/2019

    Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Fortführung des bisherigen Wohnungsbauprogramms versprochen. Die Genehmigung von 10 000 Wohnungen pro Jahr in der Hansestadt sollten auch in den kommenden Jahren die Zielzahl bleiben. „Wenn man plötzlich 13.000 oder 15.000 Wohnungen genehmigen würde, schafft das die Bauwirtschaft gar nicht“, sagte der SPD-Politiker der dpa am Sonntag.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Bürgermeister Peter Tschentscher hat recht: Kontinuität beim Bau von Wohnungen ist der einzige Weg, den Hamburger Wohnungsmarkt zu entlasten. Die Planungssicherheit hilft der Bauwirtschaft, genügend Kapazitäten aufzubauen und ausreichend dauerhaft Arbeitskräfte einzustellen. Nur so lassen sich die zuletzt dramatisch gestiegenen Baupreise in den Griff bekommen.

    Zudem hat der Senat jetzt die Möglichkeit, die Grunderwerbsteuer und damit die Wohnnebenkosten für die Menschen zu senken. Die Möglichkeit ergibt sich dadurch, dass die Bundesregierung Steuerschlupflöcher bei den sogenannten Share-Deals geschlossen hat und durch die zuletzt deutlich gestiegenen Immobilienpreise. Die dadurch entstehenden Mehreinnahmen sollten an die Hamburgerinnen und Hamburger zurückgegeben werden.

    Dem statistischen Bundesamt zufolge hat Hamburg im vergangenen Jahr durch die Grunderwerbsteuer 569 Millionen Euro eingenommen. Das ist mehr als das Doppelte als im Jahr 2010. Seinerzeit lag das Aufkommen bei 267 Millionen Euro. Die Senkung der Grunderwerbsteuer um einen Prozentpunkt würde die Menschen in Hamburg um rund 12,0 Millionen Euro entlasten. Es ist an der Zeit, den Menschen ein Teil des Geldes zurückzugeben.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: VNW