VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

Presseinformation

Genossenschaften und SAGA kein „Closed-Shop“: 2016 haben diese rund 23.000 Wohnungen neu und bezahlbar vermietet

Presse-Info

vom 3. Mai 2017

Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wohnen muss bezahlbar sein“ machte VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner heute auf die Bedeutung der VNW-Mitgliedsunternehmen auf dem Hamburger Mietwohnungsmarkt aufmerksam. Mit 6,34 Euro pro Quadratmeter durchschnittlicher Nettokaltmiete liegen die Wohnungsgenossenschaften und die SAGA Unternehmensgruppe weit unter dem in der CRES-Studie für den Hamburger Mietwohnungsmarkt ermittelten Schnitt von 8,15 Euro. Die immer wieder erneuerte Behauptung, dass die Verbandsunternehmen keine neuen Mieterinnen und Mieter bzw. Mitglieder mehr aufnehmen würden, wies Breitner zurück.

VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner:„Ohne die Genossenschaften und die SAGA Unternehmensgruppe wäre der Hamburger Wohnungsmarkt unbezahlbar und gliche London, Paris oder Amsterdam. Unsere Mitgliedsunternehmen sichern bezahlbaren Wohnraum. Und dieser steht auch immer wieder zur Neuvermietung an. Pauschal bei bezahlbarem Wohnraum vom  „Closed-Shop" zu sprechen, ist schlicht und einfach falsch und schürt Panik. Die Fluktuation im Wohnungsbestand lag 2016 durchschnittlich bei acht Prozent, es wurden also rund 23.000 Wohnungen neu vermietet. Ein Großteil dieser Wohnungen ging an neue Mieterinnen und Mieter. Der Vorwurf eines „Closed-Shops“ ist also haltlos. Die Fluktuation nutzen unsere Mitgliedsunternehmen übrigens nicht zur Mieterhöhung, sondern zur bezahlbaren Wiedervermietung.“ 

Die Genossenschaften und die SAGA haben unterschiedliche Vergabeverfahren. Einige arbeiten mit Wartelisten, andere ohne. Bei den meisten von ihnen laufen die Anfragen direkt ein, nur ein sehr geringer Teil bietet Wohnungen über Vermietungsplattformen im Internet an. Die Wartezeiten sind sehr unterschiedlich und hängen stark von den Suchkriterien wie Wohnungsgröße, Stadtteil und Preis ab.

VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner:„Die SAGA Unternehmensgruppe und die Genossenschaften tragen maßgeblich zur Stabilität des Hamburger Wohnungsmarktes bei. Sie decken rund 37 Prozent des Mietwohnungsmarktes ab. Als Bestandshalter wirtschaften sie nachhaltig und sorgen durch ihr Engagement in den Quartieren für friedliche Nachbarschaften. Dies sollte in der Politik, zum Beispiel bei der Grundstücksvergabe, stärker berücksichtigt werden.“

Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der SPD-Veranstaltung „Wohnen muss bezahlbar sein“ statt. Weitere Diskussionsteilnehmer waren: Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Prof. Dr. Ingrid Breckner von der HafenCity Universität Hamburg, und Karin Loosen, Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer. Vor der Diskussion begrüßte Dr. Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, die Anwesenden. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hielt eine Rede.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt 320 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften (Hamburg: 91, Mecklenburg-Vorpommern: 150, Schleswig-Holstein: 79). In ihren 732.000 Wohnungen (Hamburg: 294.000, Mecklenburg-Vorpommern: 270.000, Schleswig-Holstein: 168.000) leben rund 1,4 Millionen Menschen.

Weitere Informationen zum VNW finden Sie auf www.vnw.de