VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Eine Million Euro Fördergeld

    Schwerins Bauminister Pegel überreicht die Fördermittel an vier VNW-Wohnungsunternehmen. VNW-Direktor Breitner: Geld ist für bezahlbare Wohnungen.

    155/2019

    Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Christian Pegel hat am 7. August 2019 im Rahmen seiner Sommertour vier im VNW organisierte Mitgliedsunternehmen besucht, die im Rahmen der Wohnraumförderung vom Land unterstützt werden. Er wurde bei der Reise nach Bad Doberan, Teterow, Waren und Tribsees von Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), begleitet.

    Dabei überreichte der Minister Zuwendungsbescheide in einer Höhe von insgesamt knapp 1,1 Millionen Euro. Das Geld ist im Rahmen der staatlichen Wohnraumförderung für den Einbau von Fahrstühlen, die Aufstockung von Wohngebäuden und die Schaffung barrierearmer Wohnungen vorgesehen. Ziel der Maßnahmen ist es, bezahlbaren Wohnraum aufzuwerten und zu schaffen.

    „Intakte Städte und gute Wohnbedingungen sind für die Lebensqualität jedes Einzelnen von ausschlaggebender Bedeutung“, sagte der Minister bei seinen Besuchen. Im Kern gehe es darum, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern und die Wohnkosten sozial verträglich zu halten. 

    Andreas Breitner sagte dazu: „Staatliche Fördermittel sind die Voraussetzung dafür, dass VNW-Unternehmen ihre wichtigste Aufgabe erfüllen können: als Vermieter mit Werten bezahlbare Wohnungen für Menschen mit mittleren und geringen Einkommen anzubieten.“

    „Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter der im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften liegt bei 5,21 Euro“, fügte der Verbandsdirektor hinzu. „Damit vermieten sie ihre Wohnungen zu Preisen, die deutlich unter dem jeweiligen Mietspiegel liegen. Sie sind die eigentliche Mietpreisbremse und sorgen mit ihren Investitionen in die Quartiere für den sozialen Frieden vor Ort.“ 

    Im vergangenen Jahr investierten die im VNW organisierte Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern rund 414 Millionen Euro in die Instandhaltung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. In diesem Jahr werden es 529 Millionen Euro sein. 2018 übergaben VNW-Unternehmen 621 Wohnungen. 2019 werden es etwas mehr als 1000 sein. Mehr als jede zweite Mietwohnung in Mecklenburg-Vorpommern wird von einem VNW-Unternehmen angeboten.

    „Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften sind sogenannte Bestandshalter“, sagte Andreas Breitner. „Sie bauen Wohnungen, um sie über viele Jahrzehnte  zu fairen Preisen zu vermieten. Sie verkaufen ihre Wohnungen nicht, um eine Maximalrendite zu erwirtschaften und gehören so zum sozialen Rückgrat unserer Gesellschaft. Wer in einer Wohnung eines Verbandsunternehmen lebt, der muss keine Angst haben: weder vor einer Kündigung wegen Eigenbedarfs noch vor einer exorbitanten Mietsteigerung nach einer Luxussanierung.“

    VNW-Direktor Andreas Breitner würdigte ausdrücklich die Anstrengen der Landesregierung und der Kommunen, den negativen Auswüchsen auf dem Wohnungsmarkt zu begegnen. „Mecklenburg-Vorpommern gehört inzwischen zu den Bundesländern, die die Wohnungsfrage offensiv angehen.“

    Dazu gehört nach den Worten von Breitner auch, dass das Land und sein Bauminister sich der drängenden Frage der DDR-Altschulden stellen. „Die Schulden, die sich noch auf mehr als 400 Millionen Euro summieren, stammen aus einer längst vergangenen Zeit. Dafür die Mieterinnen und Mieter bezahlen zu lassen, ist ungerecht und unsolidarisch. Ganz abgesehen davon, dass das Geld sinnvoller für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums verwendet werden sollte.“

    „Christian Pegel ist ein Politiker, der vor Ort ist, zuhört und mit anpackt. Gut

    so. Wenn er dann noch Geschenke mitbringt, ist er bei den VNW-Mitgliedsunternehmen

    natürlich noch willkommener,“ erklärte VNW-Verbandsdirektor Andreas

    Breitner weiter. 

    Start der Ministertour war in Bad Doberan. Dort übergab Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 89.000 Euro an Arno Gutzmer, Geschäftsführer der WIG Wohnungsbau- und Investitionsgesellschaft Bad Doberan. Mit Hilfe der Fördermittel wird das Unternehmen Personenaufzüge an einem Wohngebäude mit drei Treppenaufgängen nachrüsten. Damit werden 30 Wohnungen barrierearm.

    Auf seiner zweiten Station in Teterow überreichte der Bauminister an die Geschäftsführerin der Teterower Wohnungsgesellschaft, Manuela Hilse, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 722.000 Euro. Das Geld hilft dem Unternehmen, ein Wohnhaus umzubauen. So sollen ein drittes Obergeschosses und ein dreigeschossiger Anbau errichtet werden. Dadurch werden 14 öffentlich gefördert Mietwohnungen geschaffen. Die Wohnungsgesellschaft nutzt dazu auch den erst vor kurzem geschaffenen zweiten Förderweg, der die Förderung von Wohnungen für Haushalte mit mittleren Einkommen möglich macht.

    In Waren, dem dritten Halt auf der Sommertour des Ministers, erhielt die Warener Wohnungsgenossenschaft einen Scheck über 237.600 Euro. Mit dem Fördergeld wird eine Investition des Unternehmens unterstützt, mit der an einem sechsgeschossigen Wohnhaus vier Personenaufzüge angebaut werden. Mike Albrecht, Vorstand der Genossenschaft, nahm den Förderscheck in Empfang.

    Zum Abschluss seiner Reise besuchten Bauminister Christian Pegel und VNW-Direktor Andreas Breitner Mietwohnungen der Wohnungsbaugesellschaft Richtenberg in Tribsees. Petra Kischnick, Geschäftsführerin der Gesellschaft, erhielt zwei Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt rund 24.000 Euro für die barrierearme Umgestaltung von zehn Mietwohnungen.

    Am 8. August teilte das Ministerium mit, dass auch die Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft mbH aus Mitteln der sozialen Wohnraumförderung einen Zuwendungsbescheid über 118.800 Euro für den Einbau von zwei Personenaufzügen erhält. Um Barrieren zu reduzieren, sollen je Aufgang neben dem Treppenhaus innenliegende Aufzüge mit Haltestellen im Kellergeschoss, am Hauseingang sowie auf den Wohnebenen errichtet werden. Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf ca. 530.000 Euro.

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Fotos: VNW