VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Presse // Positionen

    13. April 2016: Bekämpfung der Einbruchskriminalität

    Am 13. April 2016 hat der VNW Landesverband Schleswig-Holstein zur Landtagsdrucksache 18/3713 Bekämpfung der Einbruchskriminalität wie Folgt Stellung genommen:

    Unsere Mitgliedsunternehmen als langfristig orientierte Bestandshalter bewirtschaften 1/4 des Mietwohnungsbestandes in Schleswig-Holstein. Mit einer Durchschnittsmiete von 5 Euro stehen sie für bezahlbares Wohnen. In der letzten Dekade haben sie in Schleswig-Holstein über 3 Mrd. Euro in In-standhaltung, Modernisierung sowie in den Neubau tausender Wohnungen investiert. Zahlreiche Arbeitsplätze im regionalen Baugewerbe wurden gesichert und wichtige Beiträge zur Bewältigung des Klimawandels und der demografischen Entwicklung geleistet. Der VNW ist Unterzeichner des Klimapakts, des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und des Flüchtlingspaktes.

    Wohnen und Sicherheit
    Wohnungseinbrüche und andere Eingriffe die das subjektive Sicherheitsempfinden der Mieterinnen und Mieter beeinträchtigen, beschäftigen auch die Wohnungswirtschaft. Ein Wohngebäude, ein Quartier dessen Bewohner sich nicht sicher fühlen, bekommt schnell ein Imageproblem. Die Lebensqualität und Wohnzufriedenheit leidet. Die Fluktuation steigt, die Vermietbarkeit bei Wahrung einer sozial ausgleichenden Durchmischung wird schwieriger. Für die Wohnungswirtschaft ist eine solche Entwicklung mit hohen Kosten verbunden. Sie betrachtet die Themen Wohnen und Sicherheit daher grundsätzlich im Zusammenhang (Sicherheit im Wohnquartier).

    Zu Recht erwarten die Bürger, dass von staatlicher Seite das Mögliche für ihre Sicherheit und die Sicherung ihres Eigentums getan wird. Selbstverständlich müssen dazu die zuständigen Stellen mit den erforderlichen Kapazitäten und Fähigkeiten ausgestattet sein. Gleichwohl kann die Verantwortung für Sicherheit nicht allein beim Staat liegen. Ohne eigenverantwortliches Bemühen um Sicherheit geht es nicht. Für die Wohnungswirtschaft steht dabei der Präventionsgedanke im Mittelpunkt.

    Der VNW kooperiert hier u.a. mit der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des LKA Hamburg, dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern und dem Rat für Kriminalitätsverhütung in Schleswig-Holstein. Informationen und Checklisten zum Themenkomplex finden Sie auch auf der VNW-Homepage (u.a. Checklisten Städtebau/Quartier, Architektur/Gebäudetechnik/Wohnumfeld, Management/Kommunikation und Eigenverantwortung, Hinweise zum Einbruchschutz):

    VNW Broschüre Gut Wohnen mit Sicherheit

    Neben den Präventionsmöglichkeiten auf der planerisch/baulichen Seite (Beleuchtung, Einsehbarkeit, Gegensprechanlagen, Schließanlagen etc.) nutzen die Mitgliedsunternehmen Mieterzeitschriften, Mieterbefragungen, Mieterversammlungen und andere Kommunikationswege zur laufenden präventiven Aufklärung der Mieterinnen und Mieter. Durch sachgerechte Information und gezielte Sensibilisierung wird auf ein die Wohn- und Quartierssicherheit erhöhendes Verhalten hingewirkt.

    Die Wohnungswirtschaft betrachtet dies als Daueraufgabe in eigener Verantwortung. Die Beauftragung von Sicherheitsdiensten zur Schaffung der Quartierssicherheit ist hingegen nicht Aufgabe der Wohnungswirtschaft.

    Unterschrieben von Andreas Breitner, VNW-Verbandsdirektor und Raimund Dankowski, Vorsitzender VNW Landesverband Schleswig-Holstein e.V.