VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Zu kurz gedacht

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum Koalitionsvertrag von Grünen und CDU in Eimsbüttel: "Sorge, dass Grün/Schwarz beim Wohnungsbau auf die Bremse tritt"

    183/2019

    Im Hamburger Bezirk Eimsbüttel haben sich die Führungen von Grünen und CDU auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Um die Ziele im Wohnungsbau zu erreichen, setzen beiden Parteien auf eine „Verdichtung mit Augenmaß“. Zugleich solle auf Wunsch der CDU die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern gestärkt werden und beim Wohnungsbau künftig Qualität vor Quantität gehen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die zum Thema ‚Wohnen‘ getroffenen Aussagen sind beunruhigend und lassen befürchten, dass die neue Mehrheit beim Wohnungsbau in Eimsbüttel auf die Bremse treten will. Das sollte den Menschen offen und ehrlich gesagt werden. Es ist ja nicht so, dass in Eimsbüttel bislang ohne Rücksicht auf Verluste verdichtet wurde. Auch gehört es inzwischen zum Alltag von VNW-Unternehmen, dass jedes Wohnungsbauprojekt mit der Anwohnerschaft diskutiert und Einwände berücksichtigt werden. Und was die Qualität ihrer neu gebauten  bezahlbaren Wohnungen angeht, müssen VNW-Unternehmen keinen Vergleich scheuen.

    Wenn jetzt so getan wird, als müsse man künftig ‚mit Augenmaß‘ verdichten und bei Bauprojekten die Bürgerbeteiligung stärken, dann wird der Eindruck erweckt, dass das bislang nicht so war. Und das ist falsch. Vor allem aber ist es unlauter, zugleich den Mangel an Wohnraum und steigende Mieten zu kritisieren. Die neue Mehrheit macht sich hier einen schlanken Fuß. Auf der einen Seite einen angespannten Wohnungsmarkt zu beklagen und andererseits den Bau bezahlbaren Wohnraum zu erschweren - das geht nicht zusammen.

    Und: Scheinbar haben in Eimsbüttel nur die eine politische Lobby, die sich die hohen Mieten leisten können. An die, für die die geringe Nachfrage an bezahlbaren Wohnungen ein Riesenproblem ist, wird dabei nicht gedacht. Im Gegenteil: zu kurz gedacht eben.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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