VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Wohnungspolitischer Rohrkrepierer

    VNW-Direktor Andreas Breitner: Das Baukinderkindergeld zeigt im Norden keinerlei entlastende Wirkung für den engen Wohnungsmarkt.

    15/2019

    Das Baukindergeld lockt wenige Monate nach seiner Einführung vor allem Familien, die sich ein Haus oder eine Wohnung kaufen. Für Neubauvorhaben seien deutlich weniger Anträge eingegangen, geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay hervor, über die die Deutschen Presse-Agentur am Sonntag berichtet.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Schaut man auf die Zahlen für die norddeutschen Bundesländer, stellt man schnell fest, dass das Baukindergeld im Norden verpufft und keinerlei entlastende Wirkung für den engen Wohnungsmarkt entwickelt. Es ist nutz- und wirkungslos und wird nur von wenigen Menschen überhaupt in Anspruch genommen - eine Art wohnungspolitischer Rohrkrepierer.

    Viel besser wäre es, die jungen Familien bei der Grunderwerbssteuer zu entlasten. Schleswig-Holstein hat hier bundesweit einen unrühmlichen 'Spitzensteuerplatz'. Mecklenburg-Vorpommern nimmt sich ausgerechnet Schleswig-Holstein zum Vorbild und hat angekündigt, die Grunderwerbssteuer zu erhöhen. Und das in Zeiten, wo mehr Wohnungsbau erforderlich ist. Darauf muss man erstmal kommen.

    Sei´s drum: Die norddeutsche Wohnungswirtschaft fordert die drei norddeutschen Landesregierungen auf, beim Bund darauf zu drängen, das Baukindergeld baldmöglichst zu streichen. Stattdessen haben alle drei Länder es in der Hand, durch eine Reduzierung der Grunderwerbssteuer junge Familien beim Immobilienerwerb und Hausbau zu entlasten.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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