VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Wohnungsbaugeld an die Kommunen

    Die Oberbürgermeister ostdeutscher Städte haben von Bund und Ländern mehr Unterstützung beim Bau von bezahlbaren Wohnungen gefordert.

    Die Oberbürgermeister ostdeutsche Städte haben von Bund und Ländern mehr Hilfe bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gefordert. Der jährliche Bedarf von 120.000 Sozialwohnungen in Deutschland könne derzeit nur zu 20 Prozent gedeckt werden, hieß es nach einer Tagung der Ost-Oberbürgermeister in Greifswald.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Der Bund sollte seine finanziellen Zuwendungen für den Wohnungsbau mit einer Zweckbindung versehen: das Geld darf ausschließlich für den Bau bezahlbaren Wohnraums eingesetzt werden. Damit wird verhindert, dass die Überweisungen aus Berlin genutzt werden, um in anderen Bereichen Finanzlöcher zu stopfen.“

    „Die Bundesländer wiederum sollten verpflichtet werden, dass die Bundesgelder zu 100 Prozent an die Kommunen weitergereicht werden. Das Geld muss dorthin, wo gebaut wird. Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften wollen und können bezahlbaren Wohnungen bauen, wenn man sie lässt – und dabei finanziell unterstützt.“

    Zuletzt hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg kritisiert, dass in Mecklenburg-Vorpommern nur ein Teil der ausgereichten Mittel bei den Kommunen lande. Seinen Angaben zufolge hatte der Bund 2017 rund 52 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau an das Land überwiesen, nur 15,4 Millionen Euro seien aber als Fördermittel bereitgestellt worden.

     

    Foto: fotolia/Stefan Merkle