VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Wohnungsbau in Fahrt

    VNW-Direktor Andreas Breitner: Hohe Zuwachsraten beim Wohnungsbau lassen auf Entspannung an den Wohnungsmärkten hoffen.

    172/2019

    Der baugewerbliche Umsatz in Schleswig-Holstein stieg dem Statistischen Amt zufolge in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 34 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Zuwachsrate war am deutlichsten im Wohnungsbau (plus 38 Prozent auf 535 Millionen Euro). In Hamburg stieg die baugewerbliche Umsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 871 Millionen Euro. Dieser Anstieg sei insbesondere durch den gewerblichen und industriellen Bau verursacht (plus 22 Prozent auf 447 Millionen Euro), worden, teilte das Statistisches Amt mit. Im Wohnungsbau stiegen die Umsätze um 13 Prozent auf 218 Millionen Euro.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die jetzt vom Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein veröffentlichten Zahlen zeigen deutlich, dass in Hamburg und Schleswig-Holstein der Bau von Wohnungen enorm an Fahrt aufgenommen hat. Ich bin sicher, dass viele neue Wohnungen die Wohnungsmärkte in den kommenden Jahren entlasten werden. Bereits heute deutet sich diese Entwicklung beispielsweise in Hamburg an, wo im vergangenen Jahr der Mietenanstieg von 1,3 Prozent unter dem Wert der allgemeinen Preissteigerung von 1,9 Prozent lag.

    Die Kehrseite der ‚guten‘ Zahlen besteht darin, dass viele Bauunternehmen sehr gut ausgelastet sind. Unternehmen, die ein neues Wohnungsbauprojekt auflegen wollen, müssen deutlich länger mit dem Baustart warten als früher. Zudem sind die Baupreise in der jüngeren Zeit enorm gestiegen. Die Politik muss die staatliche Förderung des bezahlbaren Wohnungsbaus auf Dauer anlegen. Diese Sicherheit hilft der Bauwirtschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen und ihre Kapazitäten auszubauen.“ 

    Hier finden Sie die Mitteilungen des Statistikamts.

    https://www.statistik-nord.de/fileadmin/Dokumente/Presseinformationen/SI19_117.pdf

    https://www.statistik-nord.de/fileadmin/Dokumente/Presseinformationen/SI19_116.pdf

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa