VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Wohngipfel im Norden

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum Abschluss der Arbeitstagung: Der Erfolg der Wohnoffensive entscheidet sich in den Kommunen.

    Die norddeutsche Wohnungswirtschaft steht nach den Worten von Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), bereit, in den kommenden Jahren Tausende bezahlbare Wohnungen zu errichten.

    „Die VNW-Mitgliedsunternehmen bauen, wenn man sie lässt“, sagte Breitner am Mittwoch zum Abschluss der dreitägigen Arbeitstagung seines Verbandes in Rostock. „Die Voraussetzung dafür ist, dass die Kommunen ausreichend Baugrundstücke zur Verfügung stellen. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister können darauf vertrauen: preiswerten Wohnraum bekommen sie in ihrer Kommune vor allem mit Hilfe der im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften.“

    An dem dreitägigen Treffen in Rostock nahmen rund 850 Gäste, unter ihnen überwiegend Vorstände und Geschäftsführer von Wohnungsunternehmen, teil. Im Zentrum der Arbeitstagung standen die Schlussfolgerungen der norddeutschen Wohnungswirtschaft aus dem Wohngipfel in Berlin. Zu den Gästen gehörten unter anderem Hamburgs Bausenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Christian Pegel und Kristina Herbst, Baustaatssekretärin im Kieler Innenministerium.

    Nach den Worten von Andreas Breitner sollen in den drei norddeutschen Bundesländern bis zum Jahr 2021 insgesamt rund 130.000 Wohnungen gebaut werden. „Der Bund stellt für die soziale Wohnraumförderung im Norden rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Das ist viel Geld für den bezahlbaren Wohnungsbau. Am Geld wird die Lösung der aktuellen Wohnungsprobleme also nicht scheitern.“

    Der VNW-Direktor forderte alle am Wohnungsbau Beteiligte auf, jetzt ihren Beitrag für den Bau preiswerten Wohnraums zu leisten. „Der Flaschenhals der Wohnungsbauoffensive sind die Kommunen. Da können Bund und Länder beschliessen so viel sie wollen. Wenn die Kommunen nicht die richtigen Grundstücke bereitstellen, wird es nichts. Dann scheitert die Offensive bevor sie begonnen hat. Wir fordern für den Norden, regionale Wohngipfel durchzuführen. Nur so gelingt die Transformation der Berliner Beschlüsse in die norddeutsche Tiefebene. Außerdem müssen die Bauwirtschaft ihr Personal aufstocken und die Verwaltung bürokratische Hemmnisse beseitigen. Dann bin ich sicher, dass wir in drei Jahren eine deutliche Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erleben werden.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen.

    Foto: Bertold Fabricius/VNW