VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Wohnen im Alter

    Bundesforschungsministerium fördert die Forschung zu SmartHome-Technologien. Die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen e.G. Rostock ist dabei.

    Die norddeutsche Wohnungswirtschaft wird sich an der Forschung zu seniorengerechtem Wohnen beteiligen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wählte jetzt das Konzept des Bündnisses „A 2030“ aus und fördert die beteiligten Partner mit bis zu 200.000 Euro.

    Für den Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) ist die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen e.G. Rostock an dem Projekt beteiligt. Geleitet wird das Vorhaben von der Hochschule Stralsund.

    Im Kern geht es darum, es Menschen durch sogenannte SmartHome-Technologien wie Tablet-PC, Telemonitoring, Telemedizin und Wohnraumsteuerung zu ermöglichen, bis ins hohe Alter in der eigenen Wohnung zu leben.

    Ursprünglich hatten sich 105 Initiativen für die Fördermittel des Bundesministeriums beworben. Am Ende wird das Ministerium die Umsetzung von zwölf Konzepten finanziell unterstützen. Die Entscheidung darüber fällt Ende kommenden Jahres.

    „Weihnachten ist schon heute“, sagte Prof. Dr.-Ing Petra Maier, Prorektorin für Forschung und Entwicklung der Hochschule Stralsund, zu der Auswahlentscheidung des BMBF.

    Andreas Breitner, Verbandsdirektor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), erklärt hierzu: „Für die Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften ist die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft eine große Chance, Wohnungen zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Damit ermöglichen wir nicht nur, dass die Senioren ihren Lebensabend genießen können. Verhindert wird auch, dass nicht gebrauchte Wohnungen leer stehen.“

    Vor dem Hintergrund des Förderprogrammes des BMBF „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ haben sich 105 Bündnisse formiert, die Ideen für den Strukturwandel in ihrer Region entwickelt und in einer Projektskizze umrissen haben.

    Zunächst werden ausschließlich ostdeutsche Innovationspartnerschaften gefördert. In Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich zwölf Bündnisse. Dieses Bundesland – und vor allem seine ländlichen Regionen - ist besonders von der Überalterung der Gesellschaft betroffen. Bis zum Jahr 2030 wird etwa ein Drittel der Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern älter als 65 Jahre sein.

    Die Wohnungswirtschaft steht vor der Herausforderung älteren Menschen vermehrt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Wohnungen anzubieten. Ziel ist es, dass die Senioren so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben können, da die Unterbringung in Alten- und Pflegeheimen kostenintensiver ist.

    Das Bundesforschungsministerium fördert mit dem Programm „WIR!“ gezielt regionale Bündnisse, die sich der Aufgabe annehmen, den Strukturwandel zu gestalten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu verbessern.

    Kooperationspartner sind neben dem VNW der Hochschulverbund der Hochschule Stralsund, der Universität Rostock und der Hochschule Wismar, die Alzheimer Gesellschaft, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Standort Rostock und die Initiative Leben und Wohnen im Alter e.V. (ILWiA), der Wissenschafts- und Technologiepark Nordost (Witeno) und die Wohnungsgenossenschaft Schiffahrt-Hafen eG, neben vielen anderen.

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt 332 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften (Hamburg: 101, Mecklenburg-Vorpommern: 150, Schleswig-Holstein: 81). In ihren 746.000 Wohnungen (Hamburg: 300.000, Mecklenburg-Vorpommern: 276.000, Schleswig-Holstein: 170.000) leben rund 1,5 Millionen Menschen.

    Fotohinweis: Eine ältere Frau wird von einer Krankenschwester betreut. Foto: Fotolia

    Weitere Informationen zum VNW finden Sie auf www.vnw.de