VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Wichtiges Gutachten

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum Arge-Gutachten: "Gutachten rückt die Bedeutung der enorm gestiegenen Baukosten in den Fokus"

    111/2019

    Für Schleswig-Holstein ist ein umfassendes Gutachten zu den Kosten im Neubau von Wohnungen erarbeitet worden. Daraus geht hervor, dass die reinen Baukosten im Land weitgehend gleich hoch sind. Differenzen ergeben sich aus den Grundstückskosten in der jeweiligen Region und unterschiedlichen Ansprüchen. Die Gutachter fordern, Standards zum Beispiel für Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Brand- und Schallschutz oder Sturm- und Schneesicherheit nicht weiter zu erhöhen. Das Qualitätsniveau sei bereits sehr hoch. Der für den Wohnungsbau zuständige Kieler Innenminister Hans-Joachim Grote erklärt, das Land wolle die Zuschüsse in der Wohnraumförderung um bis zu 125 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erhöhen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die Baukosten gingen früher durch die Decke, jetzt in den Himmel. Das Gutachten rückt die Bedeutung der zuletzt enorm gestiegenen Baukosten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Wer bezahlbaren Wohnraum will, der muss auch hier ansetzen. Günstiger Baugrundstücke, weniger Auflagen und ein Abbau von Bürokratie können helfen, Wohnungen für Menschen zu schaffen, die über ein normales monatliches Einkommen verfügen.

    Die von Innenminister Grote angekündigte Erhöhung der Wohnraumförderung um bis zu 125 Euro pro Quadratmeter geht in die richtige Richtung. In Zeiten niedriger Zinsen hilft das den Unternehmen besonders, die günstige Wohnungen errichten wollen. Wichtig wäre es zudem, dass Kommunen den Geschosswohnungsbau favorisieren, um den Druck auf den Wohnungsmärkten zu mindern.

    Die im VNW organisierten Wohnungsunternehmen schaffen Wohnraum, um diesen über viele Jahrzehnte zu vermieten. Deshalb legen sie schon immer großen Wert auf die Qualität, die Nachhaltigkeit und vor allem die Zukunftsfähigkeit ihrer Bestände. Sie überlegen sich genau, wie die Ausstattung ihrer Wohnungen auszusehen hat und verzichten auf Überflüssiges.

    Die Kosten für den Bau von Wohnungen sind seit dem Jahr 2000 um 80 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu lag die Teuerungsrate über diesem Zeitraum bei gut 40 Prozent. Das zeigt, wie schwierig hier rasche Lösungen sind.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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