VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Wichtige Probleme werden umschifft

    VNW-Direktor Andreas Breitner: Schwarze Schafe müssen zur Ordnung gerufen werden. Aber Mietpreisbremse schafft keine einzige Wohnung.

    Das Bundeskabinett hat  das neue Mieterschutzgesetz auf den Weg gebracht. Die sogenannte Mietpreisbremse für Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt wird unter anderem mit neuen Auskunftspflichten für Vermieter verschärft, die eine Miete verlangen wollen, die mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Zudem soll es künftig eine Ordnungswidrigkeit sein, eine Modernisierung mit der Absicht anzukündigen oder durchzuführen, die alten Mieter loszuwerden. Mieter haben dann Anspruch auf Schadenersatz, Vermietern droht eine Geldbuße von bis zu 100 000 Euro.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Es gibt schwarze Schafe auf dem Wohnungsmarkt. Die müssen zur Ordnung gerufen werden. Das liegt im gemeinsamen Interesse der Mieterinnen und Mieter und der anständigen Vermieter in der Hansestadt. Allerdings sollten diese richtigen und wichtigen Maßnahmen wie die Ahndung des „Herausmodernisierens“ nicht von dem ablenken, was wirklich fehlt auf dem Wohnungsmarkt: bezahlbare Wohnungen. Hier kommt aus Berlin viel zu wenig, aber es ist auch komplexer. Politik neigt leider viel zu sehr dazu, einfache Antworten zu geben, um die die wirklich wichtigen Themen zu umschiffen.“