VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Weitsichtiges Handeln

    VNW-Direktor Andreas Breitner lobt Vorgehen der WIRO und fordert von der Landesregierung Gespräche über einen "Sicher-Wohnen-Fonds".

    42/2020

    Das Rostocker kommunale Wohnungsunternehmen WIRO stundet Mietern, die infolge der Corona-Krise nicht zahlen können, die Miete. Allerdings gebe es ausschließlich Einzelfallentscheidungen für akute Notfälle, stellte der Geschäftsführer der größten Vermieterin der Hansestadt, Ralf Zimlich, klar. Einen pauschalen Verzicht gebe es nicht.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „So funktioniert verantwortungsvolle und weitsichtige Politik für Mieterinnen und Mieter. Jenen, die rasch und unbürokratisch Hilfe benötigen, wird ohne viel Federlesens geholfen. Zugleich geht diese Hilfe nicht zu Lasten anderer und hat die wirtschaftliche Tragfähigkeit des eigenen Unternehmens fest im Blick.

    Die im VNW-organisierten Wohnungsgenossenschaften und am Gemeinwohl orientierten Wohnungsgesellschaften sind der wichtigste Anbieter bezahlbarer Mietwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern. 53 Prozent aller Mietwohnungen im Land werden von ihnen zur Verfügung gestellt.

    Auch in der Krise gilt es, kühlen Kopf zu bewahren, denn einfache betriebswirtschaftliche Zusammenhänge bleiben ja in Kraft. Das bedeutet, individuelle Probleme der Mieterinnen und Mieter dürfen nicht 1:1 auf die Vermieter verlagert und damit verallgemeinert werden. Für individuelle Probleme finden unsere Mitgliedsunternehmen immer auch individuelle Lösungen.

    Aber auch diese Wohnungsunternehmen müssen Rechnungen bezahlen - Finanzierungen bedienen, Rechnungen von Bauunternehmen und Handwerkern sowie für kommunale Dienstleistungen begleichen. Wenn die Vermieter die Rechnungen der Stadtwerke nicht mehr bezahlen können, dann werden den Mieterinnen und Mieter Wasser und Gas abgestellt. Das kann niemand wollen.

    Sinnvoll wäre es daher, wenn die Landesregierung in Schwerin mit der Wohnungswirtschaft rasch einen „Pakt für das Wohnen“ abschließt. Kern dieses Pakts könnte ein „Sicher-Wohnen-Fonds“ sein. Dieser Fonds soll Geld als Zuschuss oder zinslosen Kredit gewähren, um eine Kündigung des Mieters für eine bestimmte Zeit auszuschließen.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 378 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: Bernd Wüstneck/dpa