VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Vor allem bezahlbare Wohnungen

    In Hamburg ist der Masterplan für Oberbillwerder vorgestellt worden. VNW-Direktor Andreas Breitner rät Planern den Austausch mit VNW-Unternehmen.

    In Hamburg ist am Donnerstag der Masterplan für den neuen Stadtteil Oberbillwerder vorgestellt worden. Westlich von Bergedorf sollen 7000 Wohnungen in einem grünen Umfeld entstehen. Nördlich des S-Bahnhofs Allermöhe sind fünf unterschiedliche Quartiere geplant, die zusammen das neue Viertel bilden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Hamburg tut gut daran, Wohnraum zu schaffen. Entscheidend wird allerdings sein, dass der übergroße Teil der rund 7000 neuen Wohnungen in Oberbillwerder für Haushalte mit mittlerem und niedrigem Einkommen bezahlbar ist. Nur wenn diese Herausforderung gemeistert wird, kann der neue Hamburger Stadtteil ein Erfolg werden. Die Stadtplaner sollten daher besonders die Hinweise jener Wohnungsunternehmen ernst nehmen, die seit vielen Jahrzehnten bezahlbaren Wohnraum in Hamburg anbieten. Sie wissen, was zu tun ist.

    Die Stadtplaner sehen eine neue Art der Mobilität für das Viertel vor. Überall Tempo 30, keine Parkplätze und keine Tiefgaragen – das ist europaweit Neuland, das hier betreten wird. Damit die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner von Oberbillwerder diese neue Art der Mobilität annehmen, ist ein umfassendes Verkehrskonzept notwendig – und zwar bevor die Bauarbeiten beginnen. Eine S-Bahn, die in kürzeren zeitlichen Abständen verkehrt gehört genauso wie eine leistungsfähige Straßenanbindung an das umliegende Verkehrsnetz.

    Wenn dafür keine praktikablen Lösungen angeboten werden, wird Oberbillwerder nicht funktionieren. Denn eines ist klar: wenn das Verkehrskonzept den Alltagsbedürfnissen der Menschen nicht entspricht, werden sie mit den Füßen abstimmen und das neue Wohnviertel nicht annehmen.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    Foto: IBA Hamburg/Adept_KarresBrands_Transsolar