VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    VNW würdigt Erich Klabunde

    VNW-Direktor Andreas Breitner sprach bei der Enthüllung einer Gedenktafel zu Ehren des verdienten und erfolgreichen Wohnungsbaupolitikers.

    VNW-Direktor Andreas Breitner hat am Montag, den 3. Dezember, das Leben und die Arbeit von Erich Klabunde gewürdigt und eine Gedenktafel am Eingang zu seinem Hamburger Wohnhaus enthüllt. Erich Klabunde, der auch als erfolgreicher Journalist bekannt wurde, gilt als Vater des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland. Als oppositioneller SPD-Abgeordneter schaffte er es, dass der von bürgerlichen Parteien dominierte Bundestag am 24. April 1950 Deutschlands „Erstes Wohnungsbaugesetz“ fast einstimmig verabschiedete.

    Die Ideen Erich Klabundes seien aktueller denn je, sagte VNW-Direktor Andreas Breitner. "Das von ihm initiierte 'Erste Wohnungsbaugesetz' sah zinslose staatliche Kredite, vergünstigtes Bauland und Steuerermäßigungen vor. Im Gegenzug mussten die Wohnungsunternehmen, die von dieser staatlichen Förderung profitierten, garantieren, die Miete zu begrenzen. Die Miete sollte nur die Kapitalkosten erbringen sowie die Instandhaltung und Modernisierung des Wohnungsbestandes ermöglichen. Nichts anderes fordern wir heute von den Politikerinnen und Politikern, die in den Rathäusern und Behörden dieses Landes Verantwortung tragen."

    Breitner verwies darauf, dass der VNW, dessen Geschäftsführer Klabunde einige Jahre war, sich dem Credo Klabundes verpflichtet fühlt, nach dem 'Sozialer Wohnungsbau heißt, ohne Gewinnabsicht zu bauen.'“ Der Verband vertrete Unternehmen, die Wohnungen zu fairen und günstigen Preisen vermieten.  Mieterinnen und Mieter müssten bei einem VNW-Unternehmen keine Sorge haben vor einer Eigenbedarfskündigung oder einer Luxussanierung.

    "Und wenn ein VNW-Mitgliedsunternehmen in die Sanierung und Modernisierung seines Bestandes investiert, dann tut es das mit Augenmaß und sorgt dafür, dass die daraus entstehenden Kosten fair unter allen Mieterinnen und Mietern verteilt werden. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten."

    VNW-Direktor Andreas Breitner erinnerte daran, dass der überzeugte Sozialdemokrat Erich Klabunde auch immer die Interessen der Wohnungsunternehmen im Blick gehabt habe. Angesichts der um sich greifende Bürokratie plädierte Klabunde seinerzeit für mehr Handlungsspielraum in der Wirtschaft. "Ich betone das an dieser Stelle, weil die Wohnungswirtschaft in diesen Wochen mit teilweise abstrusen Forderungen aus der Politik konfrontiert wird", sagte Breitner.

    So werde in Berlin wird derzeit offen über die Enteignung ganzer Wohnungsunternehmen schwadroniert. In Schleswig-Holstein spreche eine Politikerin von „Wohnungsnot“ und hier in Hamburg fordern die Grünen in Vorbereitung der Bürgerschaftswahl 2020 massive staatliche Vorgaben wie mehr Gründächer und eine zweite kommunale Wohnungsgesellschaft. "Ich halte es für unverantwortlich, beim Thema Wohnen mit den Sorgen und Ängsten der Menschen zu spielen", sagte Breitner.

    "Ich erwarte stattdessen von den Verantwortlichen, dass sie mit kühlem Kopf und ohne, dass Populismus weiter den Verstand frisst, sich der echten Probleme des Wohnungsmarktes annehmen. Um es auf den Punkt zu bringen: wir brauchen Grundstücke, niedrigere Baukosten und schnellere Baugenehmigungsverfahren. Also alles das, was Erich Klabunde vor nunmehr fast 70 Jahren bereits gefordert hat."