VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    VNW ist UmweltPartner Hamburgs

    VNW-Direktor Andreas Breitner mahnt: "Umweltschutz darf Haushalte mit normalem oder geringem Einkommen nicht über Gebühr zur Kasse bitten."

    191/2019

    Hamburg. Der Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) ist UmweltPartner der Stadt Hamburg. Umweltsenator Jens Kerstan und VNW-Direktor Andreas Breitner brachten aus diesem Anlass am Freitag am VNW-Verbandsgebäude in Hamburg eine Plakette an.

    Dabei mahnte VNW-Direktor Andreas Breitner die Politik, beim Klimaschutz die Wohnkosten der Mieterinnen und Mieter im Blick zu behalten. „Die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen in der Gesellschaft hängt zu einem großen Teil davon ab, dass die Menschen mit normalem oder geringem Einkommen am Ende nicht über Gebühr zur Kasse gebeten werden“, sagte der VNW-Direktor.

    Umweltsenator Jens Kerstan sicherte zu, dass man die Entwicklung der Wohnkosten berücksichtigen werde. Es gebe aber Studien, wonach Umweltschutzauflagen die Baukosten nicht überproportional erhöhen würden. „Da gibt es Leute, die bauen hohen Standard teuer, und da gibt es Leute, die bauen hohen Standard billig.“

    VNW-Direktor Andreas Breitner verwies auf die Anstrengungen der norddeutschen Wohnungswirtschaft beim Klimaschutz. „Im Rahmen der ‚Aktion Energiewende für Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit‘ konnte im VNW-Eigenbestand in den Jahren 2005 bis 2015 der spezifische Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung um 14,2 Prozent gesenkt werden. Die daraus resultierenden spezifischen CO2-Emissionen sanken um knapp 14,4 Prozent“, sagte Breitner.

    „Problematisch ist, dass die in der Anfangsphase des energieeffizienten Neubaus und der energetischer Modernisierung mit wirtschaftlichen Investitionen erzielbaren Einsparungen ab einem bestimmten Zeitpunkt selbst durch gesteigerte Investitionen nicht mehr in vergleichbaren Maß fortgesetzt werden können“, sagte Andreas Breitner. „Das wird als Effekt der ‚low hanging fruits‘ bezeichnet.“

    „Aktuell nehmen im Gebäudestand die Kosten der eingesparten Kilowattstunde Energie bzw. der eingesparten Tonne Kohlendioxid zu, während für die Wohnungsunternehmen die Möglichkeiten zur  Refinanzierung der damit verbundenen Investitionen durch Restriktionen im Mietrecht abnehmen.“, sagte der VNW-Direktor. „In dieser ‚Zange‘ ist zu erwarten, dass bestimmte Investitionen in die energetische Modernisierung künftig wegen drohender Unwirtschaftlichkeit unterbleiben.“

    Voraussetzung für die UmweltPartnerschaft ist, dass VNW in den vergangenen Jahren mehrere Umweltschutzleistungen erbrachte. So wurde die ineffiziente Heizungsanlage ausgetauscht. Im Seminarbereich werden Mehrweg- und Einwegflaschen weitgehend durch die Nutzung eines fest installierten Wasserspenders gespart. VNW-Mitarbeiter können zudem zwei Hybridfahrzeuge und zwei Elektroautos für Dienstfahrten nutzen. Fern stehen auf dem Grundstück des VNW an der Tangstedter Landstraße vier öffentlich zugängliche E-Ladepunkte zur Verfügung.

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: VNW