VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Verstand statt Populismus

    VNW-Direktor Andreas Breitner warnt Linkspopulisten vor dem Spiel mit den Sorgen und Ängsten der Menschen im Norden.

    Mit einem drastischen Eingriff will die SPD den Anstieg der Mieten in den Ballungszentren stoppen. Ein Zwölf-Punkte-Plan von Parteichefin Andrea Nahles und ihrem Stellvertreter Thorsten Schäfer-Gümbel strebe an, in angespannten Wohnungsmärkten für fünf Jahre alle Mietsteigerungen auf maximal die Höhe der Inflationsrate zu deckeln, berichtet die Nachrichtenagentur dpa mit Verweis auf die „Süddeutsche Zeitung“. Die Inflation liegt derzeit bei knapp zwei Prozent. Bislang darf die Miete innerhalb von drei Jahren in den betroffenen Gebieten um bis zu 15 Prozent erhöht werden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Ich warne die Landes- und Bundespolitiker im Norden davor, beim Thema Wohnen mit den Sorgen und Ängsten der Menschen zu spielen. Was dem Rechtspopulisten die Flüchtlingspolitik ist, scheint dem Linkspopulisten die Wohnungsfrage zu werden. In Berlin wird offen über die Enteignung ganzer Wohnungsunternehmen schwadroniert, und nach der Mietpreisbremse wird nun gar ein Mietpreisstopp gefordert.“

    „Was wir auf dem Wohnungsmarkt im Norden brauchen, sind keine Parolen, sondern mehr bezahlbare Wohnungen. Da die aber in einer großen Zahl von genossenschaftlichen und privaten Investoren errichtet werden müssen, bedarf es eines guten Bauklimas mit verlässlichen Rahmenbedingungen. Wer investiert auch nur einen Euro, wenn er nicht weiß, ob sich das Projekt in der Zukunft noch rechnet? Niemand. Aber genau diese Investitionen brauchen wir angesichts eines Neubaubedarfs im Norden von jährlich mehr als 30.000 Wohnungen.“

    „Wir fordern alle Verantwortlichen im Norden auf, mit kühlem Kopf und ohne, dass Populismus weiter den Verstand frisst, sich den echten Problemen des Wohnungsmarktes anzunehmen. Wir brauchen Grundstücke, niedrigere Baukosten und schnellere Baugenehmigungsverfahren. Da hat die Politik, ohne Ängste und Sorgen zu schüren, ausrechend Sacharbeit zu leisten. Also los.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt in den drei Bundesländern bei den VNW-Mitgliedsunternehmen bei 5,74 Euro.

    Mehr Informationen finden Sie unter: www.vnw.de

    Foto: Kay Nietfeld/dpa