VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Unverantwortliche Panikmache

    VNW-Direktor Andreas Breitner weist Behauptungen des Lübecker Mieterverein zurück. VNW-Unternehmen bieten bezahlbaren Wohnraum an.

    20/2019

    Der Lübecker Mieterverein hat behauptet, dass es in Lübeck keine Wohnung mehr gibt, die sich der Normalbürger leisten könne. Wer eine Wohnung suche, müsse die aktuelle Nettokaltmiete am Markt bezahlen und die läge derzeit bei 8,30 Euro pro Quadratmeter. Diese Mieten seien in den vergangenen zwei Jahren um 30 Prozent gestiegen - von 6,30 Euro auf 8,30 Euro. Der Mieterverein bezieht sich dabei auf eine Analyse des Immobilienportals Immowelt.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Was der Mieterverein da betreibt, ist reiner Populismus und unverantwortliche Panikmache. Keine Frage: die Lage auf dem Lübecker Wohnungsmarkt ist angespannt. Von einer Wohnungsnot aber kann keine Rede sein. Stattdessen redet der Mieterverein eine Notsituation herbei und schürt so die Angst der Menschen, sie könnten sich das Wohnen in Lübeck nicht mehr leisten.

    Während der Mieterverein nichts, aber auch gar nichts zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beiträgt, bauen VNW-Mitgliedsunternehmen wie die Grundstücks-Gesellschaft TRAVE, der Lübecker Bauverein und die Neue Lübecker in enger Abstimmung mit der Stadt Tag für Tag bezahlbare Wohnungen. Das belegen die realen Zahlen der Wohnungsunternehmen.

    Der Mieterverein hingegen sucht nur Schuldige bei der Stadt und den Wohnungsunternehmen, um die Menschen in der Stadt zu verunsichern. Letztlich bauen aber nur Wohnungsunternehmen bezahlbare Wohnungen und nicht Populisten, die immer nur mehr fordern, dabei aber zugleich verschweigen, dass andere diese Forderungen bezahlen müssen.

    Die drei Lübecker VNW-Unternehmen vermieteten im vergangenen Jahr insgesamt 1447 Wohnungen neu. Im Durchschnitt liegen die Neuvertragsmieten deutlich unter acht Euro pro Quadratmeter. Damit sind diese Unternehmen Garant dafür, dass Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen sich das Wohnen in Lübeck leisten können. Sie sind Vermieter mit Werten.

    Der schleswig-holsteinischen Investitionsbank zufolge stieg in Lübeck von 2013 bis 2017 bei Neubauten die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter bei von 8,54 Euro auf zehn Euro. Das ist in erster Linie auf die deutlich gestiegenen Baukosten und höhere staatliche Anforderungen zurückzuführen. Bei den wiedervermieteten Bestandswohnungen stieg die Durchschnittsmiete von 6,61 auf 7,51 Euro. Bei diesen Wohnungen liegt die Steigerung im Jahresdurchschnitt der Investitionsbank zufolge bei 3,2 Prozent.

    Jeder, der sich mit der Immobilienwirtschaft beschäftigt, weiß, dass auf dem Portal immowelt.de nur ein ganz geringer Teil von Mietwohnungen angeboten wird. Das Portal weist im Übrigen selbst darauf hin, dass in die Untersuchung nur auf immowelt.de inserierte Angebote einbezogen worden seien. 

    Der Mietmonitor, der 90 Prozent der Wohnungen abdeckt, weist eine aktuelle Angebotsmiete für Lübeck in Höhe von 7,58 Euro pro Quadratmeter aus. Zudem kommt die Stadt Lübeck in ihrem Wohnungsmarktbericht 2018 zu dem Ergebnis, dass gemessen am Wohngeld 80 – 90 Prozent der Wohnungen preisgünstig sind.

    Der jüngsten Analyse des Portals immowelt.de zufolge lag in Lübeck der Mittelwert der Kaltmiete bei 8,20 Euro pro Quadratmeter. Das sind zwei Prozent mehr als 2017. Wie der Mieterverein auf einen Anstieg um 30 Prozent innerhalb von zwei Jahren kommt, bleibt sein Geheimnis.“

    Hier die Zahlen der VNW-Unternehmen:

    Die Lübecker Bauverein eG bewirtschaftet derzeit in Lübeck rund 5.700 Wohnungen. Die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter lag Ende vergangenen Jahres bei 6,23 Euro. 358 Wohnungen wurden neu vermietet, und zwar zu einer durchschnittlichen Nettokaltmiete pro Quadratmeter von 6,95 Euro. Von 2016 bis 2018 stieg die Durchschnittsmiete um 0,42 Euro pro Quadratmeter, was im Wesentlichen neu gebauten öffentlich geförderten Wohnungen geschuldet ist.

    Die Trave bewirtschaftet derzeit 8.387 Wohnungen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter lag Ende vergangenen Jahres im Bestand bei 5,42 Euro. Im Jahr 2016 waren es 5,14 Euro. Somit stieg die die durchschnittliche Miete für diese Wohnungen in dieser Zeit um 5,4 Prozent. Im vergangenen Jahr vermietete die Trave ohne Neubau 554 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Miete von 5,69 Euro. Hinzu kamen 218 neu errichtete Wohnungen. Berücksichtigt man die Neubauten lag die Durchschnittsmiete bei Neuvermietung bei 6,21 Euro. Damit liegen bei der TRAVE die Wiedervermietungsmieten für 73 Prozent ihrer Wohnungen bei 5,95 Euro oder niedriger.

    Die Neue Lübecker bewirtschaftet derzeit 3182 Wohnungen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter lag Ende vergangenen Jahres im Bestand bei 6,68 Euro. Berücksichtigt man die 92 neu errichteten Wohnungen, liegt die Durchschnittsmiete derzeit bei 6,79 Euro. Im Vergleich zu Ende 2016, als die Durchschnittsmiete 6,36 Euro betrug, ist das ein Anstieg um 6,76 Prozent, wenn man die Neubauten berücksichtigt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 317 Wohnungen neu vermietet. Die durchschnittliche Neuvertragsmiete pro Quadratmeter lag bei 7,66 Euro.

    Die aktuelle Untersuchung von immowelt.de können Sie unter folgendem Link abrufen: https://presse.immowelt.de/pressemitteilungen/marktberichte/artikel/artikel/rekordmieten-und-starke-preisspruenge-innerhalb-eines-jahres-erzielen-deutsche-grossstaedte-neue-hoechstwerte.html

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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