VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Trend bestätigt

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur aktuellen F+B-Studie: "Extremer Anstieg der Mietpreise in Hamburg scheint vorüber zu sein.

    203/2019

    Nach Jahren kräftig steigender Mieten in vielen Städten verzeichnen Experten Anzeichen eine Beruhigung am Immobilienmarkt. Im dritten Quartal stagnierten die Neuvertragsmieten im Bundesdurchschnitt. Das teilte der Immobilienspezialist F+B am Donnerstag mit. In Hamburg sanken demnach die Angebotsmieten im Vergleich zum dritten Quartal des vergangenen Jahres leicht.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die aktuellen Zahlen von F+B bestätigen einen Trend der vergangenen Monate. Im Bereich der Mieten scheint die extreme Mietpreisentwicklung nach oben vorbei. Bereits vor einigen Monaten hatte das Institut Empirica festgestellt, dass die Neuvertragsmieten in Hamburg im vergangenen Jahr lediglich um 1,3 Prozent gestiegen waren. Der Anstieg lag damit unter dem allgemeinen Preisanstieg von 1,9 Prozent. Die Zeit für Panikmache dürfte damit vorbei sein.

    Aus meiner Sicht fährt das Hamburger Bündnis für das Wohnen jetzt die Ernte seiner Zusammenarbeit der vergangenen Jahre ein. Rund 50.000 Wohnungen wurden seit 2011 errichtet. Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften bauten allein in den vergangenen drei Jahren in Hamburg rund 5000 Wohnungen. Die meisten davon wurden öffentlich gefördert und sind damit bezahlbar.

    Mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete pro Quadratmeter von 6,79 Euro liegen die VNW-Wohnungen in den allermeisten Fällen unter dem Hamburger Mietendurchschnitt. Selbst die Neuvertragsmieten erreichen mit durchschnittlich 7,42 Euro pro Quadratmeter nicht den Wert des Hamburger Mietenspiegels.

    Keine Frage: die Lage auf Hamburgs Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Vor allem Haushalte mit mittlerem oder geringem Einkommen haben es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. An dieser Situation lässt sich jedoch nur durch den Bau von Wohnungen etwas ändern. Im Bündnis für das Wohnen haben wir uns darauf verständigt, jährlich 10.000 Wohnungen zu schaffen. Dieses Ziel zu erreichen, darauf sollten sich Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft konzentrieren.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: Daniel Reinhard/dpa