VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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Studie zur Digitalisierung liegt vor

Fast 400 Unternehmen des VNW und des vdw Niedersachsen/Bremen gaben Auskunft über ihre digitale Entwicklung. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Hamburg/Hannover. Wie steht es um die „digitale Wohnungswirtschaft“? Der vdw Niedersachsen Bremen und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) sind dieser Frage auf den Grund gegangen. Mit Hilfe des Hamburger Büros Analyse & Konzepte wurden fast 400 Mitgliedsunternehmen in den fünf norddeutschen Bundesländern befragt. Die Ergebnisse wurden jetzt in einer gemeinsamen Broschüre veröffentlicht. Fazit der Befragung: Es ist noch Luft nach oben.

Gespickt mit zahlreichen Einschätzungen von Wohnungsunternehmern zur digitalen Entwicklung der Branche bietet das Informationsheft „Digitale Agenda 2025“ einen Überblick über erste Erfolge, laufende Projekte und weitere Ziele der norddeutschen Wohnungswirtschaft. Durchaus selbstkritisch schätzen die befragten Unternehmer die digitale Leistungsfähigkeit ihrer Firmen und ihrer Belegschaften ein. Vielfach spielt das Thema Digitalisierung bislang nur eine Nebenrolle.

Dazu einige ausgewählte Zahlen: 

  • 60 Prozent der Befragten geben an, höchstens zwei Stunden pro Woche für die Digitalisierung des Unternehmens aufzuwenden.
  • Fünf Prozent sagen, dass sie bereits neue digitale Geschäftsmodelle entwickelt haben. Am weitesten vorangeschritten ist die Digitalisierung in den Bereichen Rechnungswesen/Controlling und Vermietung.
  • Größtes Problem: Knapp zwei Drittel der Befragten teilten mit, in ihrem Unternehmen gebe es keine klare Digitalisierungsstrategie. Fehlende personelle Ressourcen (43 Prozent), fehlende Zeit (38 Prozent) und interne Widerstände (34 Prozent) wurden ebenfalls als Hürden auf dem Weg zu mehr Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft benannt.

Zu den Ergebnissen der Unternehmensbefragung sagt VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner: „Die Ergebnisse der Studie sind eine gute Handlungsempfehlung für die kommenden Jahre. Die VNW-Unternehmen haben die Notwendigkeit der Digitalisierung erkannt. Die Herausforderung besteht darin, auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Lösungen zu entwickeln. Eine Lösung für alle gibt es nicht.“

Heiner Pott, Verbandsdirektor des vdw Niedersachsen Bremen, sagte: „Die Wohnungswirtschaft wird keine analoge Komfortzone sein. Unser Verband wird seinen Mitgliedern daher verstärkt mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir bieten Arbeitshilfen, Seminare, Tagungen und regelmäßige Informationen. Gemeinsam müssen wir die Herausforderungen, die die Digitalisierung zweifellos mit sich bringt, bewältigen.“

Foto: adobe Stock/xiaoliangge