VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Stralsund hat tolle Chancen

    VNW-Direktor Andreas Breitner traf sich mit Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow. "Wachstum darf aber nicht ungeplant vonstatten gehen."

    123/2019

    Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, hat eine behutsame und sozial verträgliche Stadtentwicklung in Stralsund angeregt. „Nur wachsen, wachsen, wachsen allein ist kein Qualitätskriterium“, sagte Breitner am Mittwoch nach einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister von Stralsund, Dr. Alexander Badrow.

    „Es ist schon bemerkenswert, mit welchem Tempo die Zukunftschancen der Hansestadt im Stralsunder Rathaus angepackt werden. Stralsund ist lebens- und liebenswert und weckt zunehmend das Interesse in- und ausländischer Investoren. Und das ist gut so. Die Voraussetzung für jede positive Stadtentwicklung sind Arbeitsplätze vor Ort. Da bieten sich in der Hansestadt viele positive Chancen. Breitner mahnte jedoch: „Wachstum kippt ins Negative, wenn es ungeplant und unkontrolliert vonstatten geht.“

    „Die Stralsunder VNW-Mitgliedsunternehmen verzeichnen eine durchschnittliche Leerstandsquote von acht Prozent“, sagte Breitner weiter. „Das allein ist kein Indiz für einen Wohnungsmangel. Wenn die Stadt mit einem Zuzug und einer Zuwanderung von bis zu 10.000 Menschen rechnet, dann sollte diese vernünftig und behutsam geplant werden. Hierfür sind die heimischen Wohnungsunternehmen die richtigen Partner. Sie kennen die Stadt, die Menschen und den Wohnungsmarkt. Die Unternehmen denken langfristig und sind gekommen, um zu bleiben.“

    Nach den Worten von Breitner birgt jedes neu ausgewiesene Wohngebiet ohne vorhergesagten Zuzug das Risiko der Entmischung von Stadtteilen. „Die, die es sich leisten können, ziehen weg. Im Zweifelsfall in das Neubaugebiet. Wichtig für Stralsund ist jetzt, das bereits 2014 mit der Wohnungswirtschaft entwickelte und in der Bürgerschaft beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept den aktuellen Planungen u.a. mit den Projekten Kramerhof und Ehemaliges Plattenwerk anzupassen. Jedes Neubaugebiet erfordert erhebliche Anstrengungen in der Infrastruktur und wirkt sich auch auf andere Stadtteile aus.“

    „Die Stralsunder VNW-Mitgliedsunternehmen bieten in der Hansestadt rund 15.200 Wohnungen zur Miete an“, sagte VNW-Direktor Breitner weiter. „Das sind rund 61,4 Prozent aller Mietwohnungen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 4,87 Euro – und damit mehr als zwei Euro unter dem Durchschnittswert des örtlichen Mietspiegels. Die Unternehmen garantieren auch in einer wachsenden Stadt den bezahlbaren Wohnraum und ein friedliches und soziales Miteinander.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: VNW