VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    SSW will Wohnraum schützen

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur SSW-Inititaive: Ein Wohnraumschutzgesetz ist gut, aber der Bau von bezahlbaren Wohnungen ist besser.

    Der SSW im Landtag von Schleswig-Holstein will mit einem neuen Wohnraumschutzgesetz Städten und Gemeinden ermöglichen, die Zweckentfremdung, Nichtnutzung oder Verwahrlosung von Wohnraum zu untersagen. Ziel eines Gesetzentwurfs, der im Juni im Landtag diskutiert werden solle, sei es, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Alles, was am Ende dazu führt, dass bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht, ist sinnvoll. Insofern kann ein Wohnraumschutzgesetz, das der Hamburger Regelung ähnelt, nicht schaden. Ich fürchte nur, dass in angespannten Wohnungsmärkten kaum Wohnraum leer steht und sich der Inhaber der Immobilie die Mieteinnahmen entgehen lässt.“

    „Bei den im VNW organisierten schleswig-holsteinischen Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften liegt die Leerstandquote lediglich bei 1,6 Prozent. Diese ist ausschließlich darauf zurückzuführen, dass manche Wohnungen nach einem Mieterwechsel saniert und modernisiert werden müssen. VNW-Unternehmen spekulieren nicht mit bezahlbaren Wohnungen.“

    „Gerade in den besonders nachgefragten Wohnungsmärkten ist der Bau bezahlbarer Wohnungen die einzige Möglichkeit, Druck vom Kessel abzulassen. Helfen würde dabei der bevorzugte Verkauf städtischer Flächen an Wohnungsunternehmen, die eine Niedrigmietgarantie für mehrere Jahrzehnte abgeben.“

     

    Foto: Fotolia/parallel_dream