VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Selbstverständlichkeiten

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Forderung der Linken: "Schon heute verzichten die allermeisten Vermieter für dieses Jahr auf Mieterhöhungen."

    85/2020

    Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft hat für Mieterinnen und Mieter mehr Schutz in der Corona-Krise gefordert. „Niemand darf durch Covid-19 auch noch Wohnung oder Gewerberaum verlieren“, sagte die Abgeordnete Heike Sudmann der dpa. „Deshalb müssen die Hilfsmaßnahmen für betroffene Mieterinnen und Mieter um sechs Monate bis Ende 2020 verlängert werden.“ Die SAGA und die private Wohnungswirtschaft müssten für 2020 auf sämtliche Mieterhöhungen verzichten, sagte die Politikerin weiter.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die Linke erklärt Selbstverständlichkeiten zur politischen Forderung. Kann man machen, muss man aber nicht. Natürlich müssen wir verhindern, dass die aktuellen wirtschaftlichen Probleme zum Verlust der Wohnung führen. Deshalb verzichten schon heute die allermeisten Vermieterinnen und Vermieter für dieses Jahr auf jegliche Mieterhöhungen. Und das, obwohl ihre eigenen Kosten weiterlaufen und sich steigern.

    Wer von Wohnungsmietern tatsächlich auf Grund von Corona ‚unverschuldet in Not geraten ist‘, hat sicher viele Probleme, die Mietzahlungen gehören aber nicht dazu. Zum einen, weil mit dem Wohngeld und der Grundsicherung Sozialleistungen des Staates zur Verfügung stehen. Zum anderen, weil die Wohnungsunternehmen individuell und zielgenau helfen.

    Um es noch mal deutlich zu wiederholen: Niemand in Hamburg wird seine Wohnung verlieren, wenn er nachweislich wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten ist.

    Die erst kurz vor Pfingsten veröffentlichten Ergebnisse einer Mietenumfrage der wohnungswirtschaftlichen Verbände haben zudem ergeben, dass die allermeisten Mieterinnen und Mieter trotz der Corona-Pandemie ihre Miete pünktlich bezahlen. Lediglich bei 3.000 von 376.500 untersuchten Mietverhältnisse gab es Probleme.

    Die Linke versucht dennoch, sich populistisch an die Spitze einer Bewegung zu setzen, der es nicht bedarf und will reflexartig Verhalten verbieten, das es nicht gibt. Besser ist es, die sozialen Sicherungssysteme weiter zu stärken, die Auszahlung von Wohngeld zu erleichtern und zu digitalisieren. Das hilft in der Krise wirklich.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 384 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 738.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,92 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: Bauverein der Elbgemeinden EG (BVEI