VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Schicksal in die eigene Hand nehmen

    VNW-Direktor Andreas Breitner: Schweriner Landesregierung muss Spaltung des Landes durch Grundsteuerreform verhindern.

    126/2019

    Bis Ende dieses Jahres muss die Grundsteuer reformiert werden. Modellrechnungen des Steuerzahlerbundes zeigen, dass die Umsetzung des Planes von Bundesfinanzminister Olaf Scholz vor allem für Menschen in Ostdeutschland zu Steuererhöhungen führen würde.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

    „Der Reformvorschlag aus dem Bundesfinanzministerium verteuert nicht nur das Wohnen in besonders nachgefragten Regionen sondern vertieft auch die Spaltung zwischen Ost- und Westdeutschland. Spätestens jetzt muss Mecklenburg-Vorpommern sein Schicksal in die Hand nehmen und bei der Reform der Grundsteuer für eine eigene Landeslösung kämpfen. 

    Schwerin muss sich dafür einsetzen, dass die Bundesländer selbst entscheiden können, auf welcher Grundlage künftig die Grundsteuer berechnet wird. Nur wenn am Ende das Land selbst über die Ausgestaltung der Grundsteuer entscheiden kann, kann es eine massive Erhöhung von Wohnkosten für die Menschen im Land verhindern.

    Die Untersuchungsergebnisse bestätigen das, was die Wohnungswirtschaft im Norden seit langem befürchtet: bezahlbares Wohnen wird unbezahlbar, wenn der Bundesfinanzminister nicht die politische Kraft oder den Willen hat, das Flächenmodell als eine Lösung im Sinne des bezahlbaren Wohnens durchzusetzen. 

    Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat erst vor einigen Tagen im Landtag erklärt, ihre Regierung wolle die soziale Spaltung in den Städten verhindern und für eine bessere Durchmischung in den Wohngebieten sorgen. Die Umsetzung der Grundsteuerpläne des Bundesfinanzministers wird hingegen die sogenannte Segregation eher fördern.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: AdobeStock/niemannfrank