VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    VNW-Direktor Andreas Breitner zur angekündigten Senkung der Grunderwerbsteuer: "Ein klares Signal für eine anhaltende Baukonjunktur".

    156/2019

    Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold will die Grunderwerbsteuer senken. Die Steuer solle zum Jahreswechsel um einen halben Punkt auf sechs Prozent der Kaufsumme eines Grundstücks oder Hauses reduziert werden, sagte die Politikerin den Kieler Nachrichten. Voraussetzung sei, dass der Bund das Steuerschlupfloch beim Verkauf großer Wohnungsbestände (Share Deals) zum Jahreswechsel verkleinert. Nach Schätzungen zufolge kann Schleswig-Holstein auf Mehreinnahmen von 30 bis 35 Millionen Euro im Jahr hoffen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Geht doch. Schleswig-Holstein senkt die Grunderwerbsteuer und gibt damit ein klares Signal für eine anhaltende Baukonjunktur. Die wird auch dringend benötigt, um die Wohnraumversorgung im Land zwischen den Meeren weiter zu gewährleisten. Monika Heinold tut nun das, was Jamaika zugesagt und die wohnungswirtschaftlichen Verbände von Haus&Grund und VNW seit langer Zeit gefordert haben. Wir haben gemeinsam über Monate diskutiert, informiert und aufgeklärt.

    Jetzt freuen wir uns mit den Menschen im Land. Dabei hat es, so hört man, bei diesem Thema mächtig in der Regierungskoalition geknirscht. Am Ende haben sich die durchgesetzt, die Wort halten und die Bürgerinnen und Bürger beim Haus bzw. Grundstückskauf entlasten wollten. Nach der Abschaffung der Mietpreisbremse und Kappungsgrenzenverordnung der dritte Streich der Landesregierung. Sie macht wohnungspolitisch vieles richtig und setzt gute Akzente. Weiter so.“

    Dem statistischen Bundesamt zufolge hat Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr durch die Grunderwerbsteuer 654 Millionen Euro eingenommen. Eine Reduzierung der Grunderwerbsteuer um 0,5 Prozentpunkte bedeutet für die Schleswig-Holsteiner und Schleswig-Holsteinerinnen eine steuerliche Entlastung von 50 Millionen Euro.

    In den vergangenen Jahren sind die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer deutlich gestiegen. Im Jahr 2010 lag die Höhe bei rund 210 Millionen Euro. Einer der Gründe für die gestiegenen Einnahmen durch die Grunderwerbsteuer sind die rasant gestiegen Immobilienpreise. Allerdings hat Schleswig-Holstein auch selbst für Mehreinnahmen gesorgt, indem es den Steuersatz - zuletzt im Jahr 2014 - erhöhte. Als den Bundesländern im Jahr 2006 erlaubt wurde, die Steuer zu verändern, lag der Satz bei 3,5 Prozent.

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: AdobeStock/Patrick Meider