VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Regierung muss sich kümmern

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Entwicklung des Bestands an Sozialwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr.

    162/2019

    Die Zahl der Sozialwohnungen ist in Mecklenburg-Vorpommern binnen eines Jahres um neun Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr fielen 594 Wohnungen mit staatlich regulierten Mieten für Menschen mit geringem Einkommen mehr weg als neu gebaut wurden. Ende 2018 gab es im Nordosten noch 6099 Sozialwohnungen. Bundesweit betrug das Minus 3,5 Prozent.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

    „Der Rückgang der Zahl von Sozialwohnungen ist ein alarmierendes Zeichen und muss dazu führen, dass die Landesregierung sich darum vermehrt kümmert. So wichtig es ist, die Zahl der Sozialwohnungen stabil zu halten, so bedeutet das Auslaufen einer Sozialbindung allerdings nicht, dass die Miete der betroffenen Wohnung von einem Tag auf den anderen sprunghaft steigt. Die Wohnung ist ja nicht plötzlich weg. Die Mieter müssen nicht ausziehen und die Miete wird - zumindest bei VNW-Unternehmen - auch nicht erhöht. Stattdessen bleibt diese dauerhaft bezahlbar.

    Für ein VNW-Unternehmen ist eine Wohnung kein Spekulationsobjekt, das nach Auslaufen der Sozialbindung meistbietend verkauft wird. Unsere Unternehmen behalten die Wohnungen über viele Jahrzehnte im Bestand. Die Wohnungsgenossenschaften und kommunalen Wohnungsunternehmen, die in unserem Verband organisiert sind, fühlen sich dem Gemeinwohl und dem bezahlbaren Wohnen verpflichtet.

    Die Miete einer Sozialwohnung ist gesetzlich streng geregelt. Das gilt auch für eine Erhöhung, wenn diese beispielsweise nach einer Sanierung oder Modernisierung notwendig wird. Im Durchschnitt liegt die Netto-Kaltmiete bei den schleswig-holsteinischen VNW-Mitgliedsunternehmen derzeit bei 5,21 Euro pro Quadratmeter.

    Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns hat wenig mit dem Wegfall von Sozialbindungen zu tun, sondern eher damit, dass in den vergangenen Jahren zu wenig bezahlbaren Wohnraum errichtet wurden. Vor allem für Haushalte mit mittleren Haushaltseinkommen ist es schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

    Hinzu kommt, dass mangels von Baukapazitäten heute länger dauert, bezahlbare Wohnungen zu errichten.

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: Jens Büttner/dpa