VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Ran an die Bauvorschriften!

    VNW-Direktor Andreas Breitner zu den Forderungen von Landtagspräsident Klaus Schlie: Weniger Bauvorschriften helfen gegen Obdachlosigkeit.

    103/2019

    Landtagspräsident Klaus Schlie hat gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Situation wohnungsloser und obdachloser Menschen in Schleswig-Holstein gefordert. Der Bau kleiner günstiger Ein-Raum-Wohnungen, die von der Miete her preiswerter sein müssten als Sozialwohnungen, sei notwendig, sagte Schlie am Donnerstag in Kiel. Dafür könnten manche Bauvorschriften der Landesbauordnung, die das Bauen teuer machten, gelockert werden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Es ist aller Ehren wert, wenn Klaus Schlie sich der Wohnungsprobleme der Ärmsten der Armen annimmt. Wir unterstützen den Landtag dabei gern. Alles, was hilft, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, begrüße ich. Vor allem eine Entrümpelung der Bauvorschriften würde helfen, die in den vergangenen Jahren massiv gestiegenen Baukosten wieder in den Griff zu bekommen und die Dauer bis zu einer Baugenehmigung zu reduzieren. Es reicht nicht, den Bau von Wohnungen zu fördern, deren Miete gedeckelt ist, wenn die sogenannte 2. Miete Jahr für Jahr steigt. Zusätzliche energetische und technische Anforderungen an den Wohnungsbau aber verteuern die gesamten Wohnkosten.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten. 

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: AdobeStock/Peter Cripps