VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Nur Bauen hilft

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Studie des IW Köln: "Nötig sind eine Entschlackung der Bauordnung und kürzere Baugenehmigungsverfahren."

    145/2019

    In Rostock und Umland sind einer Studie des Instituts für Wirtschaft zufolge gut 1000 Wohnungen zu wenig gebaut worden. Zwischen 2016 und 2018 seien jeweils weniger als 60 Prozent der benötigten Wohnungen fertiggestellt worden, berichtet die dpa. Noch schlechter seien die Quoten mit 43 Prozent in Schwerin und 44 Prozent in Ludwigslust-Parchim. Damit gehörten die Landeshauptstadt und der Südwesten zu den 30 Landkreisen Deutschlands, in denen der Bedarf zu weniger als 50 Prozent gedeckt wurde.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die Landesregierung ist gut beraten, die Ergebnisse dieser Studie ernst zu nehmen. Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen führt zur Verdrängung von Menschen mit geringem und niedrigem Einkommen sowie zu einer weiteren Entmischung von Quartieren. Weder eine Mietpreisbremse, wie sie in Rostock eingeführt wurde, noch eine weiter gesenkte Kappungsgrenze verhindern das. Allein der Bau von ausreichend Wohnungen kann helfen, den Wohnungsmarkt zu entspannen.

    Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften bauen bezahlbare Wohnungen - wenn man sie denn lässt. Notwendig dafür sind ausreichend bezahlbare Grundstücke und ein Abbau von bürokratischen Hürden. Dazu wollen unsere Mitgliedsunternehmen städtische Grundstücke kaufen und nicht pachten. Nur auf eigenen Grundstücken sind sie bereit, ihren Beitrag zum bezahlbaren wohnen zu leisten. Der Beschluss der Rostocker Bürgerschaft, städtische Grundstücke grundsätzlich nur noch im Erbbaurecht zu ergeben, ist kontraproduktiv und hemmt den Bau bezahlbaren Wohnungen.

    Mit der im Frühjahr beschlossenen Änderung der Wohnungsbauförderung ist ein erster Schritt getan. Jetzt muss die Politik weitere Schritte gehen, damit rasch bezahlbare Wohnungen entstehen. Eine Entschlackung der Bauordnung und kürzere Baugenehmigungsverfahren wäre für die Wohnungsunternehmen eine große Hilfe.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Das Foto zeigt das Gebäude des Instituts in Köln.

    Foto: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.