VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Nicht von dieser Welt

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Forderung nach einer Deckelung der Mieten: "Der Vorschlag blendet betriebswirtschaftliche Zusammenhänge aus."

    127/2019

    Die Hamburger Linke hat erneut eine gesetzliche Deckelung der Mietpreise gefordert.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

    „Der Vorschlag ist nicht von dieser Welt, weil er betriebswirtschaftliche Zusammenhänge ausblendet und durch linkspopulistische Ideologien ersetzen will. Er wird auch durch seine Wiederholung nicht besser. 

    Es ist ja gut, dass die Wohnungspolitik Schwerpunkt der politischen Debatte ist. Torschlusspanik und populistische Lösungen wie eine gesetzliche Deckelung der Mietpreise führen allerdings nicht dazu, dass es auch nur eine einzige bezahlbare Wohnung mehr in Hamburg gibt. 

    In der DDR gab es unter den Menschen einen Spruch, der die Wohnungspolitik des Mietenstopps so umschrieb: ‚Ruinen schaffen ohne Waffen‘. Natürlich bedarf ein Mehr an Wohnungsbau vor allem private Investitionen. Privates Geld wird aber nur eingesetzt werden, wenn es sich rechnet. 

    Eine Stadt, die nicht wachsen will und muss, kann privates Engagement so abschrecken. Hamburg kann es sich nicht leisten. Wir wollen ein Mehr an 10.000 Wohnungen im Jahr schaffen. Mit den linken Vorschlägen werden wir nicht liefern können. Auf der Strecke bleiben diejenigen, die auf neue, bezahlbare Mieten angewiesen sind. 

    Und: Einer Auswertung des Analysehauses Empirica zufolge erhöhten sich im vergangenen Jahr die Neuvertragsmieten in Hamburg um 1,3 Prozent. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten lag bei 1,9 Prozent. Berlin kann Berlin bleiben. Da gibt es in der Wohnungspolitik nichts abzuschreiben.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: dpa/Frank Molter