VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Neuwoges sollte Wohnungen nicht verkaufen müssen

    VNW-Direktor Andreas Breitner kritisiert Stadt und Land. Der Verkauf schadet dem Unternehmen und dem Ziel, bezahlbare Wohnungen zu bauen.

    Neubrandenburg (dpa/mv) - Die Stadt Neubrandenburg kann mit knapp sieben Millionen Euro aus dem Verkauf kommunaler Wohnungen rechnen.

    «Wir haben fast alle 425 Wohnungen verkauft, wie im Konzept zur Haushaltssicherung vorgesehen», sagte der Geschäftsführer der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges), Frank Benischke, am Donnerstag. Die elf Gebäude - zwei sind Hochhäuser - sind von vier Käufern erworben worden. Das Gros erwarben zwei bundesweit agierende Immobiliengesellschaften aus Berlin und Hamburg.

    Die Neuwoges ist mit rund 12 000 Wohnungen einer der größten Vermieter im Nordosten. Neubrandenburg sei die erste Stadt im Land, die zum Abbau ihrer Altschulden von rund 90 Millionen Euro kommunale Wohnungen verkauft.

    „Der Verkauf kommunaler Wohnungen schadet der Wohnungsgesellschaft, weil dadurch die Substanz des Unternehmens geschwächt wird", erklärt dazu Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). VNW-Unternehmen wie die NEUWOGES verstehen sich als Bestandshalter, die ihren Wohnungsbestand über viele Jahrzehnte pflegen, zu günstigen Mietpreisen anbieten und damit soziale Sicherheit garantieren. Zwingt man sie, Wohnungen zu verkaufen, gehen unverzichtbare Einnahmen für das Angebot bezahlbaren Wohnraums verloren.“