VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Mietschulden sinken seit Jahren

    VNW-Direktor Andreas Breitner: Selbst steigende Mieten sind im Norden aufgrund der Einkommensentwicklung zunehmend bezahlbar.

    128/2019

    Die Mietschulden bei den im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften sind in den vergangenen 15 Jahren deutlich gesunken.

    „Unsere Verbandsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein verzeichneten zwischen 2003 und 2018 insgesamt einen Rückgang um rund 41 Millionen Euro“, sagte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), am Montag. „2003 lagen die Mietschulden bei rund 76,1 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es etwa 35,1 Millionen Euro.“

    Diese Entwicklung belege einmal mehr, dass Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften „Vermieter mit Werten“ seien, sagte Breitner weiter. „Den Unternehmen geht es nicht um Maximalprofite, sondern darum, Menschen ein sicheres und bezahlbares Zuhause zu ermöglichen. 

    Die wichtigste Vorbeugung unserer Mitgliedsunternehmen gegen wachsende Mietschulden sind bezahlbare Mieten. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter unserer Mitgliedsunternehmen im Norden liegt bei 5,92 Euro. (Schleswig-Holstein: 5,75 Euro; Hamburg: 6,79 und Mecklenburg-Vorpommern: 5,21).

    Hinzu kommt, dass VNW-Unternehmen in finanziell schwierigen Situationen Mieterinnen und Mietern zuallererst Hilfe anzubieten und nicht mit der Kündigung des Mietvertrags zu drohen. Die Hilfe fängt bei eigenen Beratungsangeboten an und hört nicht dabei auf, mit Mieterinnen und Mietern konkrete Schuldentilgungspläne umzusetzen“, sagte Breitner.

    „Mit ihren Angeboten in den Quartieren wollen die VNW-Unternehmen erreichen, dass Menschen gar nicht erst in die Schuldenfalle geraten“, sagte VNW-Direktor Andreas Breitner weiter. „Die sinkenden Schuldenquoten belegen, dass diese Vorgehensweise funktioniert. 

    Am deutlichsten sei der Rückgang der Mietschulden in Schleswig-Holstein, sagte VNW-Direktor Andreas Breitner. „2003 lagen die Schulden bei rund 10,4 Millionen Euro; 2018 waren es noch rund fünf Millionen Euro. In Mecklenburg-Vorpommern sanken die Mietschulden von 32,4 Millionen Euro (2003) auf 19,4 Millionen Euro (2018). In Hamburg hatten die Mieterinnen und Mieter 2003 rund 33,3 Millionen Euro an Mietschulden. Im vergangenen Jahr waren es etwa 10,7 Millionen Euro.

    Die Zahlen sind Fakten, die nicht zur aktuellen wohnungspolitischen Hysterie passen. Deshalb werden sie in der wohnungspolitischen Diskussion sicher ignoriert. Passen eben nicht zu Mietpreisbremse, Enteignung und Mietendeckel, populistischen Kampfbegriffen wie Wohnungsnot und Mietenexplosion. Stattdessen zeigt aber der kontinuierliche Rückgang der Mietschulden, dass die Mieten im Norden zwar moderat gestiegen sind, in Verbindung mit steigenden Einkommen aber bezahlbarer werden.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

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