VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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Mietenspiegel 2017 veröffentlicht

Die durchschnittlichen Kaltmieten von Genossenschaften und Saga liegen in Hamburg deutlich unter dem Durchschnitt der Stadt.

Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt hat am 5. Dezember 2017 den Mietenspiegel 2017 vorgestellt. Dazu erklärt Andreas Breitner, Verbandsdirektor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

"Der Mietenspiegel ist ein gutes Instrument, das befriedet und bei Streitigkeiten hilft. Allerdings liegt die durchschnittliche Miete bei den Hamburger Wohnungsgenossenschaften und der Saga bei 6,32 Euro pro Quadratmeter und damit deutlich unter dem Durchschnitt des Mietenspiegels 2017 von 8,44 Euro pro Quadratmeter. Egal wie sehr sich die Durchschnittsmiete erhöht, eines bleibt: unsere Mitgliedsunternehmen halten Mieten stabil und erhöhen nur wenig und sehr verantwortungsvoll.“

„In Hamburg gibt es rund 930.000 Wohnungen. Fast ein Drittel dieser Wohnungen werden von Wohnungsgenossenschaften und der SAGA zur Miete angeboten. VNW-Mitgliedsunternehmen tragen dazu, dass es weiterhin in Hamburg bezahlbare Wohnungen gibt.“

Genossenschaften und Saga bei Grundstücksverkäufen stärker berücksichtigen

Mit Blick auf die deutlichen Mietsteigerungen bei neu gebauten Wohnungen forderte Breitner, die Genossenschaften und die Saga bei der Vergabe städtischer Grundstücke stärker als bisher zu berücksichtigen. "Das jüngste Baukostengutachten der Stadtentwicklungsbehörde verweist darauf, dass auch die Grundstücksvergabe stärker auf den Bau bezahlbarer Wohnungen ausgerichtet werden sollte“, sagte Breitner.

Mit Blick auf den Anstieg der Durchschnittsmiete um 5,2 Prozent im Vergleich zu 2015 verwies  Breitner auf die erheblichen Neubauaktivitäten der VNW-Mitgliedsunternehmen. „Im vergangenen Jahr haben unsere Mitgliedsunternehmen in Hamburg 876 Millionen Euro in den Neubau, die Instandhaltung und die Modernisierung von Wohnhäusern investiert. In diesem Jahr sollen es rund 1,13 Milliarden Euro werden“, sagte Breitner.

Breitner: Beim Bau bezahlbarer Wohnungen nicht nachlassen

Der VNW-Verbandsdirektor mahnte, bei den Anstrengungen für die Errichtung bezahlbarer Wohnungen nicht nachzulassen. „Positiv ist, dass die Bezirke seit dem vergangenen Jahr Teil des Bündnisses für das Wohnen sind. Das wirkt inzwischen bis in die letzte Amtsstube.“

Der VNW-Verbandsdirektor forderte den Senat auf, trotz der von Naturschützern gestarteten Volksinitiative an seinem Wohnungsbauprogramm festzuhalten. Es ist sinnvoll, zu verdichten und auch am Rande die Stadt zu erweitern. Oftmals wird zudem eher das Alte abgerissen, um größeres Neues entstehen zu lassen. Es muss beides möglich sein: eine größere Stadt mit vernünftiger verdichteter Bebauung im Grünen. Und: Hamburg kann auch noch in die Höhe wachsen. Da geht noch was.“

Hier geht es zum Mietenspiegel

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt 332 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften (Hamburg: 101, Mecklenburg-Vorpommern: 150, Schleswig-Holstein: 81). In ihren 746.000 Wohnungen (Hamburg: 300.000, Mecklenburg-Vorpommern: 276.000, Schleswig-Holstein: 170.000) leben rund 1,5 Millionen Menschen.

Weitere Informationen zum VNW finden Sie auf www.vnw.de