VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Kiel korrigiert Fehler

    VNW-Direktor Andreas Breitner begrüßt die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft in Kiel. Das hilft dem bezahlbaren Wohnen.

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) hat den Beschluss der Kieler Ratsversammlung zur Gründung einer eigenen kommunalen Wohnungsgesellschaft begrüßt.

    „Der damalige Verkauf der KWG ist ein schleichendes Gift für den Kieler Wohnungsmarkt, das heute, 18 Jahre nach der Veräußerung, voll wirkt“, sagt VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner. „Die Stadt hat derzeit nur einen geringen direkten Einfluss auf die bauliche Entwicklung der Stadt und darauf, dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

    „Dass die Stadt Kiel jetzt diesen Fehler korrigiert, ist gut und richtig“, fügt VNW-Direktor Breitner hinzu. „Wir freuen uns über einen neuen Akteur auf dem Kieler Wohnungsmarkt. Die Stadt geht damit einen großen Schritt in Richtung einer Vermehrung des bezahlbaren Wohnraums in der Landeshauptstadt. Zur richtigen Zeit genau das richtige.“

    „Auch das Tempo, das Stadtrat Gerwin Stöcken und sein Team an den Tag legen, ist angemessen, ebenso die Strategie, rasch eine größere Zahl an Wohnungen zu errichten“, sagt Breitner. „Aus meiner Sicht können rund 1000 Wohnungen die Wirtschaftlichkeit des künftigen kommunalen Unternehmens sicherstellen.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt in den drei Bundesländern bei den VNW-Mitgliedsunternehmen bei 5,74 Euro.

    Foto: Fotolia/Marco2811