VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Keine einzige Wohnung

    In Rostock und Greifswald ist am 1. Oktober die Mietpreisbremse in Kraft getreten. VNW-Direktor Andreas Breitner hält die Regelung für überflüssig.

    In Rostock und Greifswald ist am 1. Oktober 2018 die von der Schweriner Landesregierung beschlossene Mietpreisbremse in Kraft getreten. Hintergrund für die Regelung ist der angespannte Wohnungsmarkt in den beiden Universitätsstädten. 

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die Mietptreisbremse ist überflüssig. Sie ist gut gemeint, schafft aber keine einzige Wohnung. Die Wohnungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns lehnt daher diese Regelung ab. Sie ist ein unnötiger Eingriff in einen Wohnungsmarkt, auch wenn dieser in Rostock und Greifswald als angespannt gilt.

    Der Wohnungsmarkt ist bereits durch viele Regeln, die sozialen Ausgleich zum Ziel haben, geprägt. Zudem gibt es beispielsweise in Hamburg seit mehreren Jahren eine Mietpreisbremse, ohne dass diese dazu führte, den auf den Wohnungsmarkt lastenden Druck zu reduzieren.

    Dadurch, dass durch die Mietpreisbremse keine einzige bezahlbare Wohnung errichtet wird, löst sie nicht das Problem auch nur eines einzigen Menschen, der eine bezahlbare Wohnung sucht. Vielmehr weckt diese Regelungen Hoffnungen, die am Ende enttäuscht werden. Wir haben auf den Wohnungsmärkten von Rostock und Greifswald kein Nachfrage-, sondern ein Angebotsproblem.

    Notwendig ist es, dass ausreichend Baugrundstücke zur Verfügung gestellt werden, auf denen bezahlbare Wohnungen entstehen können. Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften stehen bereit, zu bauen. Voraussetzung ist, dass sie die Grundstücke auch bezahlen können. Hier haben beide Städte den Hebel in der Hand, den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu mindern.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen.

    Foto: Fotolia/Magnus