VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Keine Ausreden mehr!

    VNW-Direktor Andreas Breitner begrüßt das Angebot des Bundes, Wohnungsbauflächen zur Verfügung zu stellen und nimmt die Kommunen in die Pflicht.

    Der Bund will künftig eigene „entbehrliche Liegenschaften“ verbilligt und unter Umständen gratis an Kommunen abgeben. Voraussetzung: Darauf werden bezahlbare Wohnungen errichtet. Das kündigte Christoph Krupp, Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), an.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Nachdem der Bundestag kürzlich den gesetzlichen Rahmen ausgeweitet hat, will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bei der Verwertung der eigenen Grundstücke jetzt auf die Kommunen zugehen und mit ihnen als gleichberechtigter Partner reden. Das klingt gut, denn von den knapp 20.000 Liegenschaften des Bundes kommen 5000 für den Bau bezahlbarer Wohnungen in Frage. Im Norden könnten das schätzungsweise bis zu 700 Grundstücke sein.

    Die Kommunen müssen den Bund nun beim Wort nehmen und umgehend dafür sorgen, dass die entsprechenden Flächen jenen Unternehmen angeboten werden, die über mehrere Jahrzehnte bezahlbare Wohnungen anbieten. Eine Niedrigmietengarantie und ein Weiterverwertungsverbot wären geeignete Vergabekriterien. Jetzt geht es darum, umgehend herauszufinden, welche Flächen der Bund besitzt und ob auf diesen Wohnungsbau möglich ist.

    Zudem hat der Bund versprochen, seine Flächen nicht meistbietend, sondern zu Preisen zu verkaufen, die die Errichtung bezahlbarer Wohnungen ermöglichen. Für derartige Projekte sind die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsunternehmen der ideale Partner. Sie bieten ihre Wohnungen über Jahrzehnte zu Mieten an, die unter dem örtlichen Mietpreisspiegel liegen. Also: Her mit den Flächen!“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen.

    Foto: dpa/Stefan Sauer