VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Jetzt geht's los

    VNW-Direktor Andreas Breitner begrüßt Ankündigung von Schwerins Bauminister Christian Pegel, wonach die Förderrichtlinie rasch veröffentlicht wird.

    Mecklenburg-Vorpommerns Bauminister Christian Pegel (SPD) hat in einem dpa-Gespräch die Veröffentlichung einer neuen Förderrichtlinie für den sozialen Wohnungsbau in den kommenden Wochen angekündigt. Er rechne in der Folge mit einem spürbaren Zuwachs beim sozialen Wohnungsbau im Land. Den Plänen Pegels zufolge soll die Mietobergrenze für eine staatliche Förderung von derzeit 5,50 auf 6,00 Euro pro Quadratmeter angehoben werden.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Endlich geht es los. Seit Wochen warten die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften darauf, dass die neue Förderrichtlinie veröffentlicht wird. Sie stehen in den Startlöchern, bezahlbare Wohnungen zu errichten.

    Die Einführung einer zweiten Förderstufe, die Zuschüsse auch bei leicht höheren Mieten zulässt, wird helfen, vor allem in angespannten Wohnungsmärkten Wohnraum zu schaffen. Dann profitieren auch Haushalte mit mittleren Einkommen vom Wohnungsbau. Das sind Berufsgruppen wie die Verkäuferin oder der Polizist, deren Einkommen zwar über der Grenze liegt, die den Anspruch auf eine Sozialwohnung begründet, die sich aber keine Wohnung mit Preisen von zehn und mehr Euro pro Quadratmeter leisten können.

    Sinnvoll ist zudem, dass künftig auch im ländlichen Raum wieder der Neubau von Wohnungen gefördert wird. In Regionen, in denen die Abwanderung groß ist, fehlt es manchmal an modernen Wohnungen. Da kann es sinnvoll sein, alte, in die Jahre gekommene Gebäude abzureißen und neue barrierefreie Wohnungen mit modernem Grundriss zu errichten. Möglicherweise lässt sich so die Abwanderung etwas bremsen.

    Die neue Förderrichtlinie wird allerdings nicht die Kommunen aus ihrer Verantwortung für den Bau bezahlbarer Wohnungen entlassen. Sie müssen möglichst rasch ausreichend bezahlbare Baugrundstücke zur Verfügung stellen und im konkreten Fall unbürokratische Lösungen finden. Hier gilt es, wie bisher gut mit den Wohnungsunternehmen zusammenzuarbeiten. Die VNW-Unternehmen sind bereit dazu.

    Zudem fordere ich die Landesregierung auf, beim Bund sich nachdrücklich für den Erlass sogenannter DDR-Altschulden einzusetzen. Die im Herbst beim Wohngipfel im Kanzleramt getroffenen Vereinbarungen bieten eine Chance, dieses düstere Kapitel ein für allemal zu beenden. Das Geld, das die Wohnungsunternehmen derzeit in die Schuldentilgung stecken müssen, stünde dann für den Wohnungsbau zur Verfügung.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossen-schaften und Wohnungsgesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg(at)vnw.de

    Foto: dpa/Jens Büttner