VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Jamaika muss liefern

    VNW-Direktor Andreas Breitner zu der Ankündigung des Kieler Landesregierung, bürokratische Hemmnisse beim Wohnungsbau zu beseitigen.

    59/2019

    Die Regierungskoalition in Kiel will bürokratische Hemmnisse beim Wohnungsbau beseitigen. „Wir werden die Landesbauordnung entrümpeln“, sagte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt der Deutschen Presse-Agentur. „Konkret werden wir die Aufstockung und die Umnutzung von Gebäuden zu Wohnzwecken erleichtern.» Allein durch das Aufstocken könnten im Land absehbar bis zu 48.000 Wohnungen entstehen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Jamaika setzt wieder an den richtigen Stellen an. Hoffentlich folgen nach der angekündigten Abschaffung der Mietpreisbremse und Senkung der Grunderwerbssteuer den vielen Ankündigungen auch wirklich Taten. Nun muss Jamaika auch liefern. Über eine Entschlackung der Landesbauordnung wird schon seit Jahren geredet. Verändert hat sich wenig. Schleswig-Holstein hat die Chance, zum Vorbild in Deutschland zu werden. Angesichts der deutlich gestiegen Baukosten und Bodenpreise, reicht es nicht mehr, bestehende Auflagen und Standards nicht weiter zu verschärfen. Jetzt muss eine Entlastung her, sollen die anspruchsvollen Wohnungsbauziele erreicht werden.

    Alles, was den Bau von Wohnraum teurer macht, erschwert die Schaffung bezahlbarer Wohnungen. Letztlich schlagen diese Kosten auf die Miete durch und belasten die Mieterinnen und Mieter. Weniger Vorschriften könnten den Bau von Wohnungen beschleunigen und zugleich die Kosten senken. Damit wäre allen gedient.

    Das Geschäftsmodell der im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften besteht in der Regel nicht in der Erwirtschaftung einer Maximalrendite. Dennoch müssen auch VNW-Unternehmen am Ende eine schwarze Null schreiben.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: dpa/Carsten Rehder