VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Im Sinne sozialer Vermieter

    VNW-Direktor Andreas Breitner: Spekulation mit Baugrundstücken verhindern - Vorschläge von Rot-Grün gehen in die richtige Richtung.

    121/2020

    Hamburgs rot-grüne Koalition will Grundstücksspekulanten das Handwerk legen. SPD und Grüne kündigten am Donnerstag für die Bürgerschaftssitzung Ende des Monats einen umfassenden Antrag zur Begrenzung von Spekulationen mit Grund und Boden an. SPD und Grünen schweben zur Lösung des Problems mehrere Vorgaben vor, die im „Bündnis für das Wohnen“ diskutiert werden sollen. Unter anderem soll die Einführung von Baugeboten geprüft werden, wonach beim Weiterverkauf von Grundstücken klare Fristen für deren Bebauung gesetzt werden sollen. Auch die Vorkaufsrechte der Stadt wollen SPD und Grüne ausweiten. Darüber hinaus soll der Senat die Einführung einer „Grundsteuer C“ vorbereiten.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Vor allem im Holsten-Quartier kann man sehen, wohin die Spekulation mit Grund und Boden führt. Die Kosten für Bauland steigen, es wird nicht gebaut und am Ende droht ein Wohnviertel, in dem sich Menschen mit normalem Einkommen das Wohnen nicht mehr leisten können. Erst unlängst hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass Hamburg neben Berlin die höchsten Baulandpreise hat. Ein hoher Grundstückspreis erschwert aber den Bau von bezahlbaren Wohnungen.

    Deshalb unterstützt der VNW das Vorhaben des Hamburger Senats, die Spekulation mit Grund und Boden zu verhindern. Die bislang bekannt gewordenen Vorschläge scheinen mir geeignet, eine Lösung im Sinne der verantwortungsvollen Vermieter zu finden.

    Die Vorschläge zeigen auch, dass eine Stadt über genügend Möglichkeiten verfügt, Unternehmen das Handwerk zu legen, die rücksichtslos auf Kosten der Mieterinnen und Mieter ein Geschäft machen wollen. Dazu bedarf es keiner Mietpreisbremse, keines Mietendeckels und schon gar nicht der Enteignung von Wohnungsunternehmen.“

    Der VNW vertritt in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt 389 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 742.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 6,04 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: AdobeStock/Vitte Yevhen