VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Holsteins Misere kein Einzelfall

    Die Gästetribüne des Fußballklubs Holstein Kiel kann nicht neu gebaut werden, weil sich kein Bauunternehmen beworben hat. 

    Auf die europaweite Ausschreibung für den Neubau der ehemaligen Gästetribüne des Holstein-Stadions in Kiel hat sich kein einziges Bauunternehmen beworben. Stadt und Verein müssen neu planen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Die Probleme von Holstein Kiel sind kein Einzelfall. Auch beim Bau von bezahlbaren Wohnungen gibt es vermehrt Probleme, weil sich zu wenige Bauunternehmen um die Aufträge bewerben. Der Mangel an Kapazitäten in der Bauwirtschaft behindert inzwischen massiv den Bau preiswerter Wohnungen und gefährdet damit das Ziel, im Land bis zum Jahr 2021 rund 51.000 Wohnungen zu errichten.

    Ein Kurzumfrage unter VNW-Unternehmen hat ergeben, dass inzwischen nur noch etwa die Hälfte der Bauunternehmen ein Angebot auf ausgeschriebene Bauleistungen abgeben - und das oft zu höheren Preisen. Aus einem Angebot das günstigste zu ermitteln, ist naturgemäß ein Kunststück. Von einem ‚Ausschreibungsverfahren‘ kann längst nicht mehrdie Rede sein. Und viel zu oft erhalten bauwillige Wohnungsunternehmen die Antwort, dass man frühestens in einem Jahr wieder Kapazitäten frei habe.“

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 341 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften. In ihren 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2017 investierten die VNW-Unternehmen in den drei Bundesländern insgesamt 1,662 Milliarden Euro in die Sanierung, die Modernisierung und den Neubau bezahlbarer Wohnungen.

    Foto: Fotolia/Thaut Images