VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Presseinformation

    Hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum vs. Wegzug und Leerstand Wohnungsbaukonferenz in Rostock am 6. Oktober 2016

    Presse-Info

    vom 06. Oktober 2016

    Am heutigen Donnerstag, den 6. Oktober 2016, treffen sich in Rostock Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Architektur, Wohnungswirtschaft und Politik bei der Konferenz „Wohnungsbau für Alle in Mecklenburg-Vorpommern“ und diskutieren über Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten. Grund für die Konferenz sind die sich verschärfenden Diskrepanzen im Land: Hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum vs. Wegzug und Leerstand.

    Anja Epper, Regionalgruppensprecherin der Stadt-, Regional- und Landesplaner, SRL:

    „Mit der heutigen Wohnungsbaukonferenz als gemeinsame Initiative der Berufsverbände der Planer und Architekten regen wir einen regelmäßigen Diskurs im Land an. Wir möchten, gemeinsam mit dem Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., VNW, die zukünftige Landesregierung und ein zukünftiges Ministerium für Stadt- und Wohnungsbauentwicklung mit einem „Fachbeirat für Wohnungsbau“ unterstützen und die Durchführung von modellhaften Wohnungsbauprojekten begleiten. Neben der fachlichen Kompetenz, die wir anbieten, ist auch die gezielte Förderung der Landesregierung notwendig – für eine qualitätsvolle und nachhaltige Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns.“

    Die Berufsverbände schlagen ein Wettbewerbsprogramm für innovativen Wohnungs- und Städtebau an zehn landesprägenden Standorten vor. Im Rahmen eines eigenen oder anknüpfend an das bestehende Wohnungsbauprogramm des Landes sollen modellhaft und beispielgebend 3.000 neue Wohnungen innerhalb der nächsten 5 Jahre errichtet werden. An diesen soll erprobt werden, wie Wohnen der Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern aussehen kann: sozial gemischt, integriert und quartiersbezogen, energetisch beispielhaft, Baukultur prägend und am Ende bezahlbar. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., VNW, unterstützt die Wohnungsbaukonferenz der Berufsverbände und betont die Relevanz solcher Austauschplattformen und Zusammenschlüsse.

    VNW-Verbandsdirektor Andreas Breitner:

    „Seit Dezember 2014 sind wir Partner in der „Allianz für das Wohnen mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern“. Wir wissen, wie wichtig solche Zusammenschlüsse sind. Nur gemeinsam lassen sich die Aufgaben der Zukunft angehen. Daher begrüßen wir das Engagement der Berufsverbände. In Rostock werden bis zum Jahr 2030 gut 12.000 Wohnungen benötigt – doch das Bauland ist rar. Da muss die Politik aktiv werden. Die Stadt Lübeck geht mit gutem Beispiel voran und verkauft Grundstücke bis zu 90 Prozent günstiger, wenn dort Sozialwohnungen mit Belegungsbindung geschaffen werden. Über solche Möglichkeiten sollten wir zukünftig auch in den Schwarmstädten Mecklenburg-Vorpommerns sprechen. Außerdem müssen wir Lösungen für die ländlichen bzw. weniger nachgefragten Regionen entwickeln. Das geht nur gemeinsam.“

    Die Wohnungsbaukonferenz wurde von acht Berufsverbänden und Interessenvertretungen aus Mecklenburg-Vorpommern initiiert. Darunter die SRL-Bundesvereinigung der Stadt-, Regional- und Landesplaner e.V., die Architektenkammer M-V, der BDA, die VfA, die ADS, der BDLA, der BDIA und die DASL. Der VNW unterstützt die Konferenz. Schirmherrin ist die Hansestadt Rostock.

    Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt 320 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften (Hamburg: 91, Mecklenburg-Vorpommern: 150, Schleswig-Holstein: 79). In ihren 732.000 Wohnungen (Hamburg: 294.000, Mecklenburg-Vorpommern: 270.000, Schleswig-Holstein: 168.000) leben rund 1,4 Millionen Menschen.

    Weitere Informationen zum VNW finden Sie auf www.vnw.de