VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Höchste Priorität für Wohnungsbau

    Hamburger Gewerkschafter über den Mangel an bezahlbaren Wohnungen besorgt. VNW-Direktor Andreas Breitner: Senat muss an Wohnungsbau festhalten.

    209/2019

    Mitglieder des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Hamburg halten steigende Mieten und den Mangel an bezahlbaren Wohnungen für die drängendsten Probleme der Hansestadt. Einer Umfrage zufolge, an der sich rund 4000 Gewerkschaftsmitglieder beteiligten, sind für rund 70 Prozent der Befragten die Wohnungsproblematik und die steigenden Mieten in der Hansestadt die gravierendsten Probleme, derer sich die Politik annehmen müsse.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Erneut hat eine Umfrage ergeben, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum das Problem ist, das den Menschen in Hamburg am meisten auf den Nägeln brennt. Erst vor wenigen Wochen kam eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem ähnlichen Ergebnis.

    Die ausgeprägte Sorge über einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum bestätigt mich in der Ansicht, dass allein der Bau von Wohnungen helfen kann, den Wohnungsmarkt in Hamburg zu entspannen und damit einen weiteren Anstieg der Wohnkosten zu bremsen. 

    Der Senat sollte also auf seinem in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg bleiben und dem Wohnungsbau weiterhin höchste Priorität einräumen. Alle Überlegungen, das Wohnungsbauprogramm zurückzufahren, erteilen die Umfrageergebnisse eine klare Absage.

    Politik und Verwaltung sind zudem gefordert, auf zusätzliche Anforderungen an die Wohngebäude oder die Wohnquartiere zu verzichten. Das gilt es gerade bei der Erarbeitung des Klimaplans, der bis Ende des Jahres vorliegen soll, zu bedenken. Auf Maximalforderungen muss verzichtet werden. Wenn Menschen sich die Wohnungen nicht mehr leisten können, nützen auch höchste Umweltstandards nichts.

    Die Hamburger VNW-Unternehmen haben in den vergangenen drei Jahren rund 2,9 Milliarden Euro in den Neubau, die Instandhaltung und die Modernisierung von Wohnungen investiert. Insgesamt übergaben sie seit dem Jahr 2016 mehr als 5000 neu gebaute Wohnungen an Mieterinnen und Mieter.

    Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei VNW-Unternehmen gegenwärtig bei 5,92 Euro - also fast zwei Euro niedriger als im Hamburger Durchschnitt. VNW-Unternehmen vermieten in der Hansestadt rund 300.000 Wohnungen. Das sind 43 Prozent aller Mietwohnungen.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: Markus Scholz/dpa