VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

    Meldungen

    Hamburg macht vieles richtig

    VNW-Direktor Andreas Breitner zur Studie des IW: Die Hansestadt hat keinen Grund, sich von wohnungspolitischer Hysterie anstecken zu lassen.

    148/2019

    Hamburg wird dank der in den vergangenen Jahren gebauten Wohnungen in absehbarer Zeit eine Entspannung auf seinem Wohnungsmarkt erleben. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Darin heißt es wörtlich: „In Hamburg, Düsseldorf und in Frankfurt am Main werden mit den Fertigstellungen hohe Wohnungsbedarfsquoten über 79 Prozent erreicht. Aufgrund der zukünftig niedrigeren Zuwanderung können diese Großstädte das durchschnittliche Neubauniveau der letzten drei Jahre halten und dadurch mittelfristig eine Entspannung ihrer Wohnungsmärkte erreichen.“

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Erneut hat eine wissenschaftliche Studie ergeben, dass Hamburgs wohnungspolitischer Kurs richtig ist und in absehbarer Zeit zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt führen wird. Im Frühjahr hatte bereits das Analysehauses Empirica berichtet, dass sich im Jahr 2018 die Neuvertragsmieten in Hamburg im Vergleich zum Jahr 2017 um 1,3 Prozent erhöhten. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten lag im gleichen Zeitraum bei 1,9 Prozent.

    Die Experten gehen davon aus, dass vor allem der seit Jahren anhaltende Bau von bezahlbaren Wohnungen für den zu erwartenden positiven Effekt verantwortlich ist. Die im VNW-organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften haben dazu einen großen Teil beigetragen.

    Allein im vergangenen Jahr stellten die Unternehmen rund 2150 Wohnungen fertig. Das waren rund 700 mehr als im Jahr 2017. In diesem Jahr soll die Zahl der fertiggestellten Wohnungen auf rund 2900 (plus 650 Wohnungen gegenüber 2018) erhöht werden. Die Investitionen in den Bau, die Instandhaltung und die Modernisierung von Wohnraum werden von rund 1,1 Milliarde Euro (2018) auf 1,25 Milliarden Euro (2019) steigen. Davon werden rund 725 Millionen Euro in den Neubau fließen.

    In Hamburg gibt es derzeit rund 640.000 Mietwohnungen. Davon gehören den VNW-Unternehmen 270.000 - und damit fast jede zweite Mietwohnung. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter beträgt derzeit 6,77 Euro. Sie liegt damit damit fast zwei Euro unter dem Durchschnittswert des Hamburger Mietspiegels.

    Auch wenn die Lage auf Hamburgs Wohnungsmarkt in einigen Segmenten angespannt ist: wir haben keine Wohnungsnot in der Hansestadt. Die VNW-Wohnungsunternehmen sind Vermieter mit Werten. Sie handeln nicht mit Wohnraum. Sie bauen Wohnungen, um diese über viele Jahrzehnte zu fairen Preisen zu vermieten. Das anständiges Verhalten sich auf Dauer auch auszahlt und den Hamburger Wohnungsmarkt entspannt, macht Mut so weiter zu machen. Hamburg macht vieles richtig und hat keinen Grund, sich von der wohnungspolitischen Hysterie anstecken zu lassen.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 359 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

    Foto: dpa/Axel Heimken