VNW - Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.

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    Hamburg ist bezahlbar

    VNW-Direktor Andreas Breitner zum Mikrozensus der statistischen Landesämter: Zahlen belegen: "Es gibt keinen Anlass für Panikmache"

    218/2019

    Statistisch gesehen müssen die Hamburger Mieterinnen und Mieter 30,4 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Das ergab ein Mikrozensus der statistischen Landesämter zum Thema Wohnen, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Zudem lebten in Hamburg in jeder der fast 900.000 Wohnungen im Durchschnitt 1,9 Personen.

    Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

    „Erneut hat eine Untersuchung ergeben, dass es trotz einer angespannten Lage in Teilen des Hamburger Wohnungsmarkts keinen Anlass für Panikmache gibt. Üblicherweise geht man davon aus, dass Menschen nicht mehr als ein Drittel ihres Haushaltseinkommens für die Miete ausgeben sollen. Das ist - zumindest im Durchschnitt - in Hamburg gegeben. Es mag einzelne schwierige Fälle geben: Aber die Angaben der statistischen Landesämter lassen den Schluss zu, dass sich auch Haushalte mit mittlerem und geringem Einkommen das Wohnen in Hamburg leisten können.

    Zudem hat die Untersuchung ergeben, dass den Hamburgerinnen und Hamburgern weniger Wohnungsfläche zur Verfügung steht als im Bundesdurchschnitt. In diesem Zusammenhang erinnere ich an die sinnvollen Anstrengungen der Stadt, älteren Menschen, die allein in einer zu großen Wohnung leben, den Umzug in eine kleinere Wohnung zu erleichtern. Davon könnten vor allem Familien mit Kindern profitieren.

    Die im VNW organisierten Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften tragen erheblich zur Bezahlbarkeit des Wohnens in Hamburg bei. So liegt die monatliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter bei den VNW-Unternehmen im Durchschnitt bei 6,79 Euro. Im vergangenen Jahr investierten die Unternehmen rund 566 Millionen Euro in den Neubau bezahlbarer Wohnungen. 2018 stellen sie 2121 Wohnungen fertig.

    Der unlängst veröffentlichten CRES-Studie zufolge liegen 90 Prozent aller monatlichen Nettokaltmieten in Hamburg unter 10,89 Euro pro Quadratmeter. Der in der vergangenen Woche vorgestellte Mietenspiegel kommt auf eine durchschnittliche Nettokaltmiete pro Monat in Höhe von 8,66 Euro pro Quadratmeter. Der höhere Wert gegenüber der CRES-Studie liegt unter anderem darin begründet, dass im Mietenspiegel öffentlich geförderte bezahlbare Wohnungen nicht berücksichtigt werden.

    Die Zahlen belegen einmal mehr, dass es vor allem der Bau von Wohnungen ist, der die Lage entspannt. In dieser Frage darf in den kommenden Jahren nicht nachgelassen werden.“

    Der VNW vertritt in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg insgesamt 371 Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften. In den von ihnen verwalteten 732.000 Wohnungen leben rund 1,5 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegt bei den VNW-Unternehmen bei 5,74 Euro. Der VNW ist der Verband der Vermieter mit Werten.

    V.i.S.P.: Oliver Schirg, Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Referat Kommunikation, Telefon: +49 40 52011 226, Mobil: +49 151 6450 2897, Mail: schirg@vnw.de

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